Gute Erfahrungen mit Tempo 30

Köniz

Die Tempo-30-Zone im Zentrum von Köniz funktioniere «ausgezeichnet». Diese Bilanz zieht der Berner Regierungsrat.

Dass auf Kantonsstrassen innerorts Tempo 30 gilt, ist eher die Ausnahme als die Regel. Eines der Pionierbeispiele dafür ist die Schwarzenburgstrassse im Zentrum von Köniz. Dort gilt seit 2005 Tempo 30. Und das «funktioniert ausgezeichnet», wie der Regierungsrat in seiner Antwort auf einen Vorstoss von Grossrat Harald Jenk (SP/Juso) aus dem Liebefeld zu solchen Tempo-30-Zonen schreibt. Es gibt zwar laut Regierungsrat noch keine wissenschaftlich ausgewertete Unfallstatistik. Trotzdem zeige sich, dass es markant weniger Unfälle mit Verletzten gebe, seit Tempo 30 eingeführt worden ist. Zwei gleich lange Perioden hat der Kanton dafür miteinander verglichen: Bevor das Zentrum umgestaltet war, gab es in 41 Monaten 52 Unfälle mit 28 Verletzten. Nachher waren es in gleicher Zeitspanne 48 Unfälle mit 18 Verletzten. Die Tempo-30-Zone wirke sich für die Autofahrenden und für das Gewerbe positiv aus, schreibt der Regierungsrat. Die Könizer Zone stosse zudem im In- wie im Ausland auf «sehr grosses Interesse». Die Bundesgesetze lassen es laut Regierungsrat aber nicht zu, auf Hauptstrassen innerorts flächendeckend Tempo 30 einzuführen. Seien die Voraussetzungen dafür da, prüfe der Kanton solche Zonen jedoch regelmässig mit Gemeinden.

lp/bz

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