Bern

Kursaal schafft für 30 Millionen Franken mehr Platz für Grossveranstaltungen

BernDer Kursaal Bern will in den kommenden 15 Jahren ein gewichtiger Mitbewerber im europäischen Kongressbereich werden. Dazu wirft das Unternehmen eine zweistellige Millionensumme für den Ausbau der Infrastruktur auf. Am Freitag fand die Grundsteinlegung statt.

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Der Kursaal Bern investiert in den nächsten zwei Jahren über 30 Millionen Franken in den Kongressbereich. So wird der inzwischen legendäre Veranstaltungssaal «Arena» modernisiert, ein Erweiterungsbau mit neuem Foyer errichtet, die oft kritisierten langen Zugangswege werden vereinfacht und die rückwärtigen Bereiche renoviert.

Bauende im Sommer 2012

Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2012 abgeschlossen sein. Der vorzeitige Baubeginn fand Mitte September 2010 statt. Diese Woche hat der Kursaal den definitiven Bauentscheid erhalten.

Mit den Baumassnahmen wolle das Hotel im Kongress- und Veranstaltungsbereich «europäische Massstäbe» erreichen, sagte Verwaltungsratspräsident Daniel Frei am Freitag bei der Grundsteinlegung. Der Umbau ermöglicht es dem Unternehmen, Platz für Grossveranstaltungen für bis zu 1400 Teilnehmer zu schaffen.

Hoteldirektor Patrik Scherrer hofft, so mehrtägige Kongresse nach Bern holen zu können. Denn gerade für Tagungsorte und die dortigen Hotels sind Kongressgäste sehr lukrativ: «Studien zeigen, dass die Wertschöpfung eines Kongressgastes viermal höher ist als bei einem normalen Hotelgast», sagte Scherrer.

Auch der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät betonte die Wichtigkeit des umgebauten Kursaals: «Die verstärkten Kongressaktivitäten des Kursaals helfen Bern, wegzukommen vom Image der langweiligen Verwaltungsstadt.» Tschäppät rief auch noch einmal prominente Gäste in Erinnerung, die im Kursaal übernachtet haben. Dazu gehören etwa Boxweltmeister Vitali Klitschko und die holländische Fussball-Nationalmannschaft.

Das Bauprojekt stammt von BüroB Architekten und Planer, die zurzeit auch das neue Hochhaus der Postfinance auf der Allmend bauen. Eine umfassende Modernisierung erfährt insbesondere die «Arena», deren mobile Bühne in den vergangenen 50 Jahren Schauplatz vieler Auftritte war.

Keine generelle Preisreduktionen

Der gesamte Umbau erfolgt etappenweise und bei laufendem Betrieb. Nur die «Arena» schliesst Anfang September 2011 für einige Zeit ihre Türen. Das neue Foyer wird voraussichtlich Mitte 2011 fertiggestellt, der Arena-Umbau im Sommer 2012 abgeschlossen sein.

Die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Gäste sind je nach Bauphase unterschiedlich. Wie Hoteldirektor Scherrer sagte, verzichtet der Kursaal in dieser Zeit auf generelle Preisreduktionen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.10.2010, 14:27 Uhr

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