Gratis-ÖV-Ticket für Touristen wird eingeführt

Bern

Touristen können in der Stadt Bern neu gratis Tram und Bus fahren. Das Stadtparlament hat am Donnerstagabend der Einführung eines sogenannten Bern-Tickets zugestimmt.

Künftig werden Touristen kostenlos den öffentlichen Verkehr in der Stadt Bern benutzen können.

Künftig werden Touristen kostenlos den öffentlichen Verkehr in der Stadt Bern benutzen können.

(Bild: Keystone)

Touristen können in der Stadt Bern neu gratis Tram und Bus fahren. Das Stadtparlament hat am Donnerstagabend der Einführung eines sogenannten Bern-Tickets zugestimmt. Finanziert wird das Freibillett via Übernachtungsabgabe.

Auf der Übernachtungsabgabe, die Bern-Besucher bereits heute mit dem Hotelpreis bezahlen, wird künftig ein Zuschlag von 1.50 Franken pro Gast und Nacht erhoben. Der Stadtrat genehmigte die Neuerung nach zwei Lesungen mit 61 zu 3 Stimmen. Sie soll bereits auf Anfang April eingeführt werden.

Mit dem neuen Billett können die Hotelgäste neu den öffentlichen Verkehr in der Stadt Bern und in der näheren Umgebung frei nutzen, inklusive Bus zum Flughafen Bern-Belp und Gurten-Bahn. Darauf hatten sich im Frühjahr die beteiligten Partner - Transportunternehmen, Hotellerie, Bern Tourismus sowie Stadt und Kanton Bern - nach jahrelangen Verhandlungen geeinigt.

Steuerzahler wird nicht belastet

Gemeinderat Reto Nause (CVP) sprach von einem «historischen Kompromiss». Auch bei den Fraktionen kam das Bern-Ticket gut an. Es sei ein Beitrag zur Nachhaltigkeit und attraktiviere den Tourismusstandort Bern, befanden verschiedene Sprecherinnen und Sprecher. Zudem werde der Steuerzahler dabei nicht belastet.

Um das Bern-Ticket einzuführen, war eine Reglementsrevision nötig. Verschiedene Parlamentsmitglieder nutzten die Gelegenheit und versuchten, weitere Änderungen in die Revision zu packen.

Auch Vermieter bezahlen künftig

Doch die meisten Anträge scheiterten. So geht der Reinertrag aus der Übernachtungsabgabe an Bern Tourismus, wie vom Gemeinderat vorgeschlagen. Der linksgrüne Stadtrat Luzius Theiler hatte diesen Geldtransfer verhindern wollen.

Auch die FDP-Fraktion drang nicht durch mit ihrem Anliegen, fehlbare Beherbergungsbetriebe lediglich mit 1000 Franken anstatt mit 5000 Franken zu bestrafen.

Erfolgreich war hingegen die Fraktion BDP/CVP mit ihrem Antrag, auch die Vermieter von Zimmern an Touristen der Übernachtungsabgabe zu unterstellen.

js/sda

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