Gipfelkreuz wies Fränzi Mägert-Kohli den Weg

Wichtrach

Sie war vom Snowboard so begeistert, dass sie das Brett gleich mit ins Bett nahm. Weltmeisterin Fränzi Mägert-Kohli erzählte in Wichtrach von ihrem Leben für den Sport – und von ihrem Glauben.

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Stephan Künzi

Fränzi Mägert-Kohli ist Weltmeisterin, mehrfache Weltcupsiegerin und mehrfache Schweizer Meisterin. Kurz: eine prominente Snowboarderin. Und Fränzi Mägert-Kohli ist gläubig. Mit diesem Hintergrund tritt die 30-Jährige im Christlichen Zentrum Thalgut in Wichtrach auf, um von der anderen Seite in ihrem von Sport und Erfolg geprägten Leben zu erzählen.

Gleichzeitig rührt sie die Werbetrommel für den Kongress im Mai. Unter dem Titel «Aarena 2013» werden sich sechs freikirchliche Gemeinschaften aus dem mittleren Aaretal eine Woche lang mit ihrem Glauben auseinandersetzen. Der Gottesdienst mit Fränzi Mägert-Kohli soll die Vorfreude wecken.

Mit Freunden und Familie

Vorerst geht es allerdings um den Sport. Fränzi Mägert-Kohli erzählt, wie sie das Snowboard in einem Skilager in der Oberstufe kennen gelernt hat, «es war Liebe auf den ersten Blick». Diese Liebe ging so weit, «dass ich das Brett mit ins Bett nahm», wie sie mit einem Lächeln gesteht. Sicher, der Weltmeistertitel 2009 in Südkorea sei der wichtigste Erfolg in ihrer Karriere gewesen. Als schönstes Erlebnis bezeichnet sie aber den Weltcupsieg in Arosa 2011. Weil dort Familie und Freunde das Geschehen hautnah miterleben konnten.

Natürlich kommt sie nun auf ihren Glauben zu sprechen, den sie über eine Schulkollegin kennen gelernt hat. Was er ihr bedeutet, erlebte sie letztes Jahr auf einer Skitour aufs Sustenhorn. Sie rang damals mit der Frage, ob sie zurücktreten solle, was sie am Ende dann auch tat. Am Berg hatte sie den Entscheid aber noch nicht gefällt. Und so schien ihr das Gipfelkreuz mit dem Spruch «Der Herr kennt deinen Weg» genauso ein Fingerzeig für ihren Weg zu sein wie der Ballon, den sie unterwegs gefunden hatte und oben loslassen konnte.

Heute arbeitet Fränzi Mägert-Kohli als Fitness- und Wellnessinstruktorin. In den nächsten Monaten wird sie zum ersten Mal Mutter. Wie stark sie ihr Leben zuvor in den Dienst des Snowboards gestellt hat, wird ihr erst jetzt bewusst: «Seit ich nicht mehr intensiv trainiere, merke ich, wie viel Kraft der Sport gebraucht hat.»

Berner Zeitung

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