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Gabor Vetö sucht sein Limit

BernErstmals seit 2009 tritt der Ungar Gabor Vetö wieder in seiner Wahlheimat Bern zu einem Kampf an. Gegen Ahmad Said Mfaume feiert er den 30. Sieg als Profi.

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K.o.-Schläge, viel Blut und einheimische Sieger. Beim sportlichen Teil von Kultur im Ring bekamen die Zuschauer im Kubus Bern das volle Programm geboten. Höhepunkt war der Auftritt von Gabor Vetö.

Der Ungar war 2012 zurückgetreten, entschied sich jedoch vor einem halben Jahr zu einem Comeback. Sein Gegner, Ahmad Said Mfaume, war ein unbequemer Kämpfer. Es zeigte sich jedoch schnell, dass der Tansanier zwar viel einstecken konnte, sich aber im Austeilen zurück hielt.

Für Vetö war der Kampf über acht Runden ein Steigerungslauf: «Es entsprach dem Plan, langsam in den Kampf zu starten.» Zuerst setzte Vetö beim Gegner lediglich Treffer mit der linken Führhand. Erst später kamen Schlagkombinationen hinzu. Mit einer links-rechts Haken-Kombination schickte der 29-Jährige seinen Kontrahenten schliesslich auf die Bretter.

Mfaume konnte sich vom Niederschlag nur bedingt erholen und gab den Kampf nach der 6. Runde auf. Er soll sich an der Schulter verletzt haben. Vetös Analyse war treffend: «Ich glaube er hat nicht mehr an den Sieg geglaubt und aufgegeben. Er hatte ein mentales Problem. Schade.» Die gute Laune liess sich der Sieger allerdings nicht verderben. Es war sein 30. Erfolg im 30. Kampf als Profi. Prominentester Zeuge des Erfolges war der verletzte YB-Stürmer Guillaume Hoarau.

Vetö wäre bereit für höhere Aufgaben, forcieren will er allerdings nicht. «Ich will nichts überstürzen, Schritt für Schritt nehmen und so mein Limit suchen.» In den Vorkämpfen war der Ringarzt ein gefragter Mann. Bei den Amateuren schlug der Steffisburger Vahram Khudeda seinen Gegner K.o. – der Unterlegene blieb benommen liegen und musste noch im Ring betreut werden.

Bei den Frauen gewann die im Berner Oberland wohnende Brasilianerin Viviane Obenauf nach Punkten. Die Kontrahentin aus Polen erlitt bereits in der zweiten Runde einen Cut an der Stirn und vergoss viel Blut. Gutes Theater zwar, aber eher aus dem Horror-Genre. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.10.2016, 12:56 Uhr

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