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Freestyle.ch lässt Bern warten

BernIm Herbst 2017 hätte der Trendsportevent Freestyle.ch erstmals in Bern stattfinden sollen. Mangels Sponsoren wurde er abgesagt. Ob der Anlass je in Bern ausgetragen wird, ist offen.

Ob es jemals ein Trendsport-Spektakel in Bern geben wird, ist offen.

Ob es jemals ein Trendsport-Spektakel in Bern geben wird, ist offen. Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Motocross, BMX, Snowboard, Skateboard – alles, was in diesen und anderen Trendsportarten Rang und Namen hat, war jeweils beim Megaevent Freestyle.ch auf der Landiwiese direkt am Zürichsee dabei. Über 30'000 meist junge Leute lockte der Anlass jeweils an.

Im letzten September hätte der Trendsportevent nach 20 Jahren in Zürich erstmals auf dem Bernexpo-Gelände in Bern stattfinden sollen. Gemeinderat Reto Nause (CVP) rechnete mit bis zu 50'000 Besuchern. Nur: So weit kam es nicht. Noch heute heisst es auf der Website: «Freestyle.ch in Bern findet 2017 nicht statt. Wir bedauern die Absage ausserordentlich.»

Wann und wo ist noch offen

Zwar sagten Stadt und Kan­ton Bern erhebliche Mittel für den Anlass zu. Auch die lokalen Tourismuspartner hätten ihren Beitrag zugesichert. Trotzdem musste der Event abgesagt werden. Der Grund: fehlende private Sponsoren. «Sosehr wir uns auf den Event ­gefreut haben, so enttäuscht sind wir nun», meinte ­Reto Nause nach der Absage. Mit Freestyle.ch bleibe Bern «in freundschaftlichem Austausch», sagte er im Juni 2017. Und falls der Event für 2018 wieder zum Thema werde, sei er gerne bereit, dies zu prüfen.

Dass Freestyle.ch in diesem Jahr in Bern stattfinden wird, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Bei der Stadt ist bisher nämlich keine Anfrage eingegangen.

«Die Stadt Bern wäre ein ­idealer Standort. Wir bieten ­weiterhin unsere Unterstützung an.»Reto Nause

Beim Veranstalter heisst es auf Anfrage, man bemühe sich, dass es mit Freestyle.ch weitergehe. «Wann und wo der Event wieder stattfinden wird, ist noch offen», sagt ­Organisator Peter Hürlimann. Er lässt auch offen, ob Bern überhaupt noch ein Thema ist. Was hingegen klar ist: «Wir wollen ein anderes, weniger kostenintensives Konzept ausarbeiten.» Das Budget sei in den letzten Jahren zu hoch gewesen, so Hürlimann.

Bern wäre bereit

Reto Nause würde den spekta­kulären und attraktiven Event, welcher ein breites und gemischtes Publikum aus der ganzen Schweiz anziehe, nach wie vor gerne in der Bundesstadt sehen: «Bern bietet sich gerne als Austragungsort an, hat die Stadt doch mitunter den Vorteil der zentralen Lage und stellt damit einen idealen Standort dar, um Gäste aller Landesteile empfangen zu können.» Der Entscheid im Zusammenhang mit dem künftigen Austragungsort liege jedoch beim Veranstalter. «Die Stadt Bern hat hier keine aktive Rolle, bietet aber weiterhin ihre Unterstützung an», sagt Nause.

Berner Fans der Trendsport­arten bieten sich zwei Alternativen mit ähnlichem Programm in Thun: Am 13. und 14. Oktober ­findet bei der Stockhorn-Arena der Event Freestyle Roots statt, und am 3. und 4. Mai 2019 geht der bekannte Swatch-Rocket-Event in der Thuner Eishalle über die Bühne. (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.07.2018, 06:45 Uhr

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