Es wimmelt in Bern

Erstes Wimmelbuch

Die Stadt Bern bekommt als erste Schweizer Stadt ein Wimmelbuch. Die Bilder zeigen zum Beispiel den Bundes- oder den Bahnhofplatz. Das Buch sei nicht nur für Kinderaugen gedacht, meint der Herausgeber.

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Es sind die kleinen Details, die auffallen. Der Mann, der vom Fahrrad mitten in eine Pfütze stürzt. Der Hund, der mit seiner Schnauze Wassertropfen auffängt. Die Frau mit Rock, deren Schirm vom peitschenden Wind umgedreht wird.

Wimmelbücher sind klassische Kinderbücher in Grossformat, mit dicken und grossen Kartonseiten. Immer wieder entdeckt das Kinderauge eine neue Szene, wie zum Beispiel auf dem Bild des Berner Bahnhofplatz. «Eigentlich sind es immer 100 Momentaufnahmen in einem Bild», sagt Matthias Vatter. Gemeinsam mit seiner Frau Beatrice Kaufmann hat er das Wimmelbuch konzipiert. Er weist darauf hin, dass es auch Details für Erwachsene in den Bildern versteckt habe: «Auch die Reitschule ist zum Beispiel Thema», verrät er.

Überraschend ist das farbliche Konzept: Der Bahnhofplatz ist beispielsweise in Blau- und Rottönen gehalten. «Wir haben bewusst jeweils pro Bild auf zwei Hauptfarben gesetzt, um die eigene Identität der Schauplätze zu unterstreichen», sagt Matthias Vatter. Insgesamt finden sich zwischen den dicken Kartonseiten sieben Sujets.

«Es war überfällig»

Am ersten Berner Wimmelbuch hat sich auch die Burgergemeinde als Co-Herausgeberin beteiligt. Laut Vatter übernimmt die Burgergemeinde einen Viertel der Gesamtauflage von 10'000 Exemplaren. Man wolle die Zukunft im Blick haben, schreibt die Burgergemeinde in einer Mitteilung – auch mit diesem Buch. Vor allem die Kinder würden die Stadt so neu entdecken. Für die Schweizer Städte ist dieses Buch eine Premiere. Laut Vatter gibt es noch kein weiteres Wimmelbuch zu einer Schweizer Stadt.

Matthias Vatter findet, ein solches Buch für Bern sei überfällig gewesen. Mit seinem neugegründeten Kleinverlag «vatter&vatterkonnte» konnte er das Projekt realisieren. Eigentlich sei es ja ein Familienwerk: «Unser vierjähriger Sohn Luc Valentin war der Cheftester», meint Vatter.

Das Buch umfasst 16 Seiten, mit insgesamt sieben Wimmelbildern und kostet 18 Franken. Es ist ab dem 5. Dezember im Handel erhältlich.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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