«Es war ein Privileg, sein Nachfolger zu werden»

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried ist vom Tod seines Vorgängers Alexander Tschäppät tief betroffen. Die Fahnen am Erlacherhof wehen seit heute Morgen auf Halbmast.

Alec von Graffenried ist überzeugt, dass Alexander Tschäppät das Amt des Stadtpräsidenten auf eine neue Stufe gehoben hat.
Stefan Schnyder@schnyderlopez

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried hat die Fahnen am Erlacherhof auf Halbmast setzen lassen. «Alexander Tschäppät war mit seiner Art, wie er sein Amt führte, ein Vorbild für alle anderen Stadtpräsidenten der Schweiz», sagt er.

Alec von Graffenried ist vom Tod von Alexander Tschäppät tief betroffen. «Sein Tod ist ein riesiger Verlust», sagt er. Und fügt an: «Ich habe mich seit meinem Amtsantritt etwa alle zwei Monate mit ihm getroffen. In den letzten Monaten dann häufiger.

Das letzte Mal haben wir vor drei, vier Wochen im Commerce gemeinsam zu Mittag gegessen», erzählt er. Er habe den Austausch mit Tschäppät sehr geschätzt. «Dank seiner Erfahrung hat er die Komplexität der Geschäfte sehr gut verstanden.» Aber er habe sich nie mit Ratschlägen in die Stadtpolitik eingemischt. Auch bei der Amtsübergabe habe ihm Tschäppät keine Empfehlungen mit auf den Weg gegeben.

Von Graffenried ist überzeugt, dass Tschäppät das Amt des Stadtpräsidenten auf eine neue Stufe gehoben hat: «Er hat mit Haut und Haar für Bern gelebt. Mit seiner Art, sein Amt zu führen, ist er auch heute noch ein Vorbild für alle anderen Stadtpräsidenten der Schweiz. Und natürlich speziell auch für mich. Es war ein Privileg, auf ihn zu folgen», sagt er.

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Von Tschäppäts Leistungen will von Graffenried keine einzelne hervorheben. «Tschäppät selbst und seine Erfolge waren ein Gesamtkunstwerk. Aber sehr wichtig war, dass er den Stadtbernerinnen und Stadtbernern ein positiveres, selbstbewussteres Lebensgefühl vermittelt hat.»

Und wie wird Tschäppät in Erinnerung bleiben? «Er war ein Menschenfreund. Er verstand es, mit Menschen durch alle Schichten hindurch in Kontakt zu treten. Er hat die Menschen gerne gehabt», sagt Tschäppäts Nachfolger.

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