«Es ist gefährlich, wenn wir uns stark an den Euro binden»

Die Nationalbank müsse den Goldanteil erhöhen, um gegen eine Abwertung des Euros gewappnet zu sein, verteidigt SVP-Nationalrat Lukas Reimann die Goldinitiative. Die Befürchtungen der Nationalbank hält er für absurd.

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Besitzen Sie selber Gold?Lukas Reimann: Ja, aber nur wenig.

Sie investieren nicht in Gold, um für Krisen vorzusorgen? Ich besitze nicht viel Vermögen und habe somit auch nur wenig mit Gold abzusichern. Es ist wichtig, dass sich Staat und Bürger nicht nur mit Geld, sondern auch mit Realwerten absichern.

Die Umsetzung der Initiative ist problematisch. Stand heute müsste die Nationalbank für 65 Milliarden Franken Gold kaufen, um den Goldanteil an der Bilanz auf 20 Prozent zu erhöhen, wie es die Initiative vorschreibt. Die Initiative sieht eine Übergangsfrist von fünf Jahren vor. Zudem sind nicht zwingend Käufe nötig. Die Nationalbank kann auch den grossen Bestand an Fremdwährungen reduzieren. Unsere Gegner behaupten, bei einem Ja würde der Goldpreis explodieren. Trifft das zu, erreichen wir die 20 Prozent fast automatisch. Und schliesslich hat China zwecks Absicherung in den letzten zwei Jahren mehr Gold gekauft, als die Schweiz besitzt – allein in diesem Jahr über 1400 Tonnen. Und deswegen ist der Goldpreis auch nicht explodiert.

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