Erneute Aktion gegen «Asylbunker» Hochfeld in Bern

Mit Backsteinen demonstrierten Aktivisten gegen die umstrittenen Berner Asylunterkunft Hochfeld. Die Gegner versuchten, den Sitz der Berner Stadtregierung einzumauern.

Die Gruppe «bleiberecht für alle» fordert die Stadt Bern auf, den Mietvertrag für die Nutzung der Zivilschutzanlage Hochfeld zu kündigen.

Die Gruppe «bleiberecht für alle» fordert die Stadt Bern auf, den Mietvertrag für die Nutzung der Zivilschutzanlage Hochfeld zu kündigen. Bild: Urs Baumann

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Gegner der unterirdischen Asylunterkunft Hochfeld im Berner Länggassquartier haben am Mittwoch am Sitz der Berner Stadtregierung erneut eine Protestaktion durchgeführt. Die rund zehn Aktivisten schichteten Backsteine vor den Eingängen auf, um den Erlacherhof «einzubunkern».

Wie schon vor zwei Wochen deckten sie zudem auch diesmal Scheiben des Gebäudes mit schwarzen Plastiksäcken ab, damit für einmal auch die Stadtverwaltung im Dunkeln tappe und nicht nur die Asylsuchenden. Zudem hissten die Aktivisten Transparente.

Die Stadtregierung, die zu dieser Zeit gerade ihre neue Legislaturrichtlinien vorgestellt hatte, liess die Aktivisten gewähren. Stadtschreiber Jürg Wichtermann griff aber ein, als auch noch sehr laut Musik abgespielt wurde: Kurzerhand zog er der Anlage den Stecker raus. Die Musik lief dann aber weiter, nur leiser.

Die Verantwortung für die Aktion übernahmen laut Flugblättern die Organisation «bleiberecht für alle» und eine «Theaterguerilla-Bande» namens OJO. Sie möchten, dass die Stadt Bern den Mietvertrag für die Nutzung der Zivilschutzanlage Hochfeld kündigt. «bleiberecht für alle» hat auch schon eine Kundgebung gegen die Hochfeld-Anlage mitorganisiert, welche die Gegner als «Asylbunker» bezeichnen. (tag/sda)

Erstellt: 03.07.2013, 14:32 Uhr

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