Bümpliz

Ein Weg zu den Kelten und Römern

BümplizAnlässlich des Stadtfests wird am Freitag in Bümpliz die Ausstellung ­Generationenweg eröffnet. Besucherinnen und Besucher können sich auf eine Zeitreise zu den Kelten und den Römern begeben.

Der Generationenweg führt die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise.

Der Generationenweg führt die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise. Bild: Beat Mathys

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Bümpliz ist viel älter als angenommen. Der Ortsname taucht erstmals 1016 als Pinpenymgis auf. Archäologische Funde haben aber gezeigt, dass Bümpliz schon viel früher besiedelt war, nämlich von Kelten und Römern. Die frühesten archäologischen Belege für eine durchgehende Besiedlung von Bümpliz sind über 2200 Jahre alt. In diesem Teil der Stadt Bern wird also seit über hundert Generationen gelebt.

Die älteste Einwohnerin

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern sowie das Institut für Archäologische Wissenschaften der Uni Bern haben nun gemeinsam die Ausstellung Generationenweg initiiert. Auf einer Länge von rund 400 Metern wird der Bevölkerung die Geschichte von Bümpliz nähergebracht, sei es mittels Informationsstelen oder mittels Exponaten, die bei Grabungen zutage gefördert wurden. Der Generationenweg führt vom Bienzgut zum Alterszen­trum Domicil Baumgarten.

In der Bibliothek etwa liegt hinter Glas die älteste Einwohnerin von Bümpliz. Es ist ein Skelett einer keltischen Frau, die etwa 280 v. Chr. gestorben ist und ein Alter von 25 bis 35 Jahren erreicht hat. Die sterblichen Überreste, inklusive der Schmuckringe an den Fussfesseln, wurden 1954 am Zypressenweg entdeckt.

Neben der Keltin im Grab wurde zudem ein drei­- bis vierjähriges Kind bestattet. Die keltischen Gräber in Bümpliz belegen eine dichte Besiedlung während der späten Eisenzeit. Ein zweites Skelett zeigt einen Mann, der viel später, um 700 n. Chr., in Bümpliz gelebt hat. Mit seinen fast zwei Metern Körperlänge ein Hüne.

In der Bibliothek etwa liegt hinter Glas die älteste ­Einwohnerin       von Bümpliz.Source

Prachtsbau der Römer

Im Gebäude der Kirchgemeinde werden römische Artefakte präsentiert, ebenso im Domicil Baumgarten. Im Zentrum der Ausstellung steht thematisch die römische Palastvilla. Die Baugeschichte reicht vom späten 1. bis ins frühe 3. Jahrhundert nach Christus. Farbige Mosaiken und Wandmalereien aus der ehemaligen Villa sind im Kirchgemeindehaus zu betrachten. Die Villenbesitzer liessen sich auch ein Bad bauen, mit allen Schikanen: Becken, Kaltwasserbad, beheizter Umkleidekabine, Warmwasserwannen und anderem mehr.

Angrenzend an die Villa (heutiges Areal des Alterszentrums) befand sich der Wirtschaftsteil. Die Archäologen gehen davon aus, dass im römischen Bümpliz rund 200 Menschen gelebt haben. Der Prachtsbau der Römer befand sich ungefähr auf dem jetzigen Ausstellungsareal. Mit einer ­ursprünglichen Fassadenlänge (Hauptgebäude) von fast 100 Metern ist die Villa die grösste römische, die im Kanton Bern bekannt ist. Schweizweit rangiert sie nach Orbe VD, Zofingen AG und Vallon FR auf dem vierten Rang.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 17.08.2016, 08:30 Uhr

Infobox

Die Ausstellung Generationenweg dauert bis zum 16.?Dezember 2016. Bis zum Herbst 2016 wird ein ausführliches Rahmenprogramm geboten, unter anderem mehrsprachige Führungen von Schülerinnen und Schülern aus dem Quartier, auch in den Sprachen Albanisch, Bosnisch/Serbisch, Portugiesisch, Tamilisch und Türkisch. Für Schulklassen stehen weitere Angebote zur Verfügung. sru

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