Ein Müntschi für die Aarbergergasse

Bern

Die Ausgehmeile der Aarbergergasse wird erweitert: Im Haus Nummer 28 entsteht derzeit ein neues Lokal, das «Bärner Müntschi». Die Macher setzen nicht nur auf Nachtschwärmer.

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Claudia Salzmann@C_L_A

Wer am Wochenende einen Blick in die Aarbergergasse wirft, könnte meinen, hier fände ein Openair-Konzert statt. Unzählige Nachtschwärmer stehen in der Gasse, reden, rauchen, schnappen frische Luft, flirten, pöbeln und gehen früher oder später wieder rein in den Propeller, ins Bonsoir, El Presidente oder B52.

Künftig gibt es eine weitere Adresse: Das Lokal beim Sternengässchen, in dem bis im Dezember der Kleiderladen Thommen eingemietet war, ist seit Wochen mit Packpapier blickdicht verpackt. Die Einsprachefrist gegen das dort geplante Lokal Bärner Müntschi ist am 15. April abgelaufen. Die einzige eingegangene Beschwerde wurde abgewiesen und so steht dem Umbau nichts mehr im Weg.

Hinter dem Vorhaben steckt Giuseppe Melillo und die KM Gastro AG. Exklusiv für Bernerzeitung.ch lässt sich Melillo in die Karten blicken. Noch haben die Bauarbeiten nicht begonnen, so sitzt Melillo über den Grundrissplänen. Seine Vision: Im Untergeschoss wird er Clubnights veranstalten. Auf den Plänen lässt sich der Stil des Klubs erkennen: Minimalistisch-elegant mit einem Hauch Barock, Holzfarben und traditionsreicher Deko. «Ich will etwas Elegantes, jedoch kein Schickimicki», erklärt der 51-Jährige.

Essen bis in die Morgenstunden

Doch nicht nur Nachtschwärmer will Melillo anlocken, sondern auch Kaffeetrinker, Apéro-Gäste und Gourmets. So soll das Bärner Müntschi zu einem Place-to-stay in Berner Ausgang werden. Dies will der Geschäftsmann mit einem Restaurant mit rund 50 Sitzplätzen im Erdgeschoss erreichen. Nebst helvetischen Gerichten stehen auch Menüs, die Heimisches und Internationales verbinden, auf der Karte. «Ein All-In-One-Lokal mit einer Mischung aus Glamour und Heimatgefühl», erklärt er sein Konzept.

Ab 22 Uhr werde die Musik lauter gestellt und das Essen rücke ein wenig in den Hintergrund, skizziert Melillo einen Abend im Klub. Das heisse jedoch nicht, dass das Licht in der Küche gelöscht wird. «Wir wollen Essen bis morgens um sechs Uhr bieten.»

Bis jedoch die Gäste sich hier niederlassen, wird es noch einige Wochen dauern. Die Eröffnung ist für September geplant.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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