Die Süftenenhütte ist in neuen Händen

Rüschegg

Barbara Rubi und Willy Zimmermann sind die neuen Besitzer der Süftenenhütte in Rüschegg. Sie führen Lager und verschiedene Anlässe durch und wollen das ganze Jahr in der Hütte wohnen.

Barbara Rubi und Willy Zimmermann vor ihrem neuen Heim. Es dient als Ort für Lager, Feste und Events.

Barbara Rubi und Willy Zimmermann vor ihrem neuen Heim. Es dient als Ort für Lager, Feste und Events.

(Bild: Urs Baumann)

Die Süftenenhütte liegt mitten im Gantrischgebiet auf Boden der Gemeinde Rüschegg. Die Postadresse der neuen Hüttenbesitzer Barbara Rubi und Willy Zimmermann ist aber in Guggisberg, wo die beiden ein Postfach gemietet haben. Denn der Pöstler kommt nicht bis zum idyllisch gelegenen Holzhaus, das im Winter direkt an der Langlaufloipe liegt. «Der Winter wird unsere grosse Her­ausforderung sein», sagt Willy Zimmermann, der seine Arbeitsstelle vom Oberland nach Rubigen verlegt hat. Das Paar wohnt mit der Pudelhündin Cara seit Juni in der Süftenenhütte und will das ganze Jahr dortbleiben.

Zwei Kilometer zu Fuss

Wenn Schnee liegt und die Langlaufloipe in Betrieb ist, fährt das Pistenfahrzeug bis auf den Vorplatz der Süftenenhütte. Geräumt und gesalzt wird die Strasse aber nur bis zum Restaurant Schwarzenbühl. Deshalb wird Zimmermann im Winter seinen Arbeitsweg ins Tal mit einem rund zwei Kilometer langen Fussmarsch zum Auto beginnen. Jedenfalls wenn Schnee liegt.

Im besten Fall kann er mit einem Schneemobil fahren, vorausgesetzt, er bekommt dafür eine Bewilligung. Das Paar hofft, dass das Strassenverkehrsamt diese er­teilen wird. Aber jetzt ist Sommer. Es geniesst die Ruhe im Gantrischgebiet und betreut seine Gäste.

Weiterhin Ferienlager

Der Kanton Bern hat letztes Jahr die Süftenenhütte zum Verkauf ausgeschrieben. Die Begründung: Es sei nicht Aufgabe des Kantons, Häuser zu bewirtschaften. Barbara Rubi und Willy Zimmermann kauften das Haus, in dem seit vielen Jahren Ferien­lager durchgeführt werden. «Für uns war immer klar, dass wir eine Hütte für Lager, Familienfeste und Events wollten», sagt sie. Die beiden haben das Haus mit den 39 Schlafplätzen, Lagerküche, Ess- und Seminarräumen zu ­neuem Leben erweckt und führen bereits Lager durch. Erste Anfragen für den Winter haben sie auch schon erhalten.

Ende September wollen die beiden ein Holzerwochenende durchführen, denn für den Winter werden sie rund 40 Ster Brennholz brauchen. Wer will, kann beim Aufbereiten helfen und wird dafür mit Essen und Unterkunft belohnt. Das Haus hat eine Holzzentralheizung. Zusätzlich steht in jedem Raum ein Ofen, der bei grosser Kälte eingeheizt werden kann.

Eigene Wasserquelle

Die Süftenenhütte liegt unweit der Strasse auf 1538 Meter über Meer. Komfort gibt es wenig, dafür Wasser von einer eigenen Quelle und viel Ruhe. Das haben die neuen Hüttenwarte gesucht und gefunden, als sie von Bigenthal ins Gantrischgebiet zogen. «Es ist schon eine Umstellung», sagt Barbara Rubi, die ab September Malkurse erteilen will.

Am letzten Augustwochenende gibt es einen Tag der offenen Tür, da wird sie ihre Bilder ausstellen. Der Anlass ist zugleich eine Antrittsfeier, bei der Barbara Rubi und Willy Zimmermann mit ihren Gästen auf die Zukunft anstossen.

Berner Zeitung

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