Lyss

Die SBB haben es nicht eilig

LyssDer Bahnhof Busswil soll ein neues Gesicht erhalten. Die rechtlichen Grundlagen sind teilweise gelegt – doch die fehlenden Überbauungsordnungen nehmen viel Zeit in Anspruch.

<b>Keine Frage:</b> Beim Bahnhof Busswil besteht Handlungsbedarf.

Keine Frage: Beim Bahnhof Busswil besteht Handlungsbedarf. Bild: Stefan Anderegg

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Versprayte Hausmauern entlang der Länggasse, baufällige Schuppen, insgesamt ein tristes Bild: Beim Bahnhof Busswil besteht Handlungsbedarf. Da er zudem nicht behindertengerecht ist, wird der Bahnhof zur Baustelle, auf der vier Projekte laufen: Nebst dem Umbau zum behindertengerechten Bahnhof sollen zwei neue Überbauungen entstehen: ein Gewerbepark und eine Wohnüberbauung. Ausserdem soll der Bahnhofplatz erneuert werden.

Involviert in alle diese Projekte sind verschiedene Player, nebst der Gemeinde Lyss und den SBB auch die Busswiler Firma Parto AG. Bereits im März 2016 segnete das Lysser Parlament den neuen Zonenplan ab. Doch erst jetzt wird die Sache einigermassen konkret.

«Unsere Arbeitsgruppe hat sich zur ersten Sitzung getroffen», sagt Gemeinderat Rolf Christen (BDP). Es gehe darum, am «Nice-to-have-Konzept» zu feilen und die geschätzten Kosten von rund vier Millionen Franken nach unten zu schrauben. «In sechs Monaten sollten die ersten Lösungsvorschläge auf dem Tisch liegen», sagt Christen.

Baustart ist unklar

Zur Gestaltung des Platzes und der Nutzung des Grundstücks hat der Gemeinderat ein Planungskonzept erarbeitet. Wo heute die Denner-Filiale steht, soll eine Überbauung mit Zentrumscharakter entstehen: Die Überbauungsordnung liegt vor, die Umzonung wurde vorgenommen, bewilligt ist ein dreistöckiger Bau, wo Läden und Gastrobetriebe einziehen sollen. Bei der zuständigen Firma Parto AG aber gibt derzeit niemand über die Pläne und den Baustart Auskunft.

Insgesamt scheint die Aufwertung des Bahnhofareals eine zeitraubende Angelegenheit zu sein. Auch die behindertengerechte Erreichbarkeit des Mittelperrons lässt auf sich warten. Doch die SBB haben es nicht eilig: Christen rechnet mit einem Baubeginn im 2020/2021. (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.01.2018, 10:35 Uhr

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