Bern

Dezmond Dez: «Ich erhoffe mir ein schönes Heimspiel»

BernDer Berner Rapper Dezmond Dez feiert am Samstag um 23.15 sein Debüt auf der Waldbühne. Gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet sprach der 30-Jährige über das bevorstehende Heimspiel.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Dezmond Dez, das Jahr 2013 zeichnet sich mit Ihrem neuen Album «Vrlornigs Paradies» und zahlreichen Auftritten als musikalischen Höhepunkt Ihrer bisherigen Karriere ab. Wie empfinden Sie diese Zeit? Dezmond Dez: Im Rahmen von Eldorado FM und Tommy Vercettis Album habe ich bereits Erfahrungen auf der Bühne und auch vor der Kamera gemacht. Dort konnte ich jedoch noch in den Hintergrund rücken, was auch seine Vorzüge hat. So gesehen ist es schon etwas ganz anderes, im Mittelpunkt zu stehen. Es ist eine Erfahrung, die Spass macht. Gerade während der Tour im Sommer macht sich bei mir «Landschulwochen-Feeling» breit.

Sie haben sich nach zehn Jahren als Künstler viel Zeit genommen, um Ihr erstes Album zu veröffentlichen. Warum gerade jetzt? Es ist speziell, da im Bezug auf meine bisherige Karriere viel Zeit vergangen ist, bis das Album fertiggestellt war. Ich hatte lange das Gefühl, dass ich noch nicht machen konnte, was ich möchte, da ich im Bezug auf das Werk klare Vorstellungen hatte. An einem gewissen Punkt hat dann alles ziemlich schnell zusammengefunden. Ich bin zufrieden mit dem Album, habe positives Feedback erhalten, und kann an Festivals spielen, es lief super bis jetzt.

Dieses Jahr treten Sie erstmals als Solokünstler auf der Waldbühne auf. Was bedeutet dieses Festival für Sie? Als Berner ist der Gurten immer ein spezieller Ort. Für mich ist das Festival ein Stück Berner Kultur. Wenn man an Bern denkt, denkt man an die Aare, an den Zytglogge und an den Gurten. Es ist natürlich auch ein Ereignis, das meine Eltern erfreut. Sie werden bei meinen Auftritt dabei sein. Ich erhoffe mir auch sonst ein schönes Heimspiel.

Sie werden auch beim Auftritt von einer Liveband mitsamt Rap-Kollegen Tommy Vercetti unterstützt. Was unterscheidet dieses Konzert von anderen? Schon nur auf der Waldbühne aufzutreten ist ein Highlight. Die ganze Band im Rücken zu haben, nimmt mir auch gewissermassen Verantwortung ab, da sie mich beim Umsetzen der Songs oder mit Verbesserungsvorschlägen unterstützt. Ich bin überzeugt, dass daraus auch ein besserer Gesamteindruck entsteht.

Neben Ihrem musikalischen Schaffen studieren Sie an der Uni Bern Germanistik und Philosophie im Master. Inwiefern fliesst Ihr Studium in Ihre Musik ein? Texte, die ich während der Studienzeit lese, beeinflussen mich sicherlich und fliessen auch in meine Musik ein. Manchmal verwende ich bewusst Material und manchmal geschieht dies auch unbewusst.

Ihre Songtexte sind überwiegend kritisch. Man spührt, dass hier kein Jugendlicher über Konsum und Selbstdarstellung rappt, sondern Sie Ihre Zuhörer mit ernüchternden Fakten konfrontieren. Gibt es Dinge, die Sie euphorisch stimmen? Wenn sich ein Künstler sich dafür entscheidet kritisch zu sein, birgt dies natürlich auch die Gefahr, eher negative Texte zu schreiben. Dabei handelt es sich um eine Grundeinstellung jedes Künstlers, wobei für mich klar ist, dass ein Künstler auch negative Seiten beleuchten sollte. Ich bin ansonsten kein negativ denkender Mensch. Persönlich kann ich mich beispielsweise für Musik und Literatur begeistern. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.07.2013, 18:53 Uhr

Infobox

Mehr Infos zu Dezmond Dez gibts hier.

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Blogs

Foodblog Uneingelöste Versprechen

Ich Tarzan, du Jane

Service

Von Kino bis Festival

Finden Sie hier die schönsten Events in unserer Region.

Die Welt in Bildern

Wagemutig: Der 95-jährige Kriegsveteran Thomas Norwood landet nach einem Tandemsprung in Suffolk, Virginia, USA (15. Oktober 2017).
(Bild: Vicki Cronis-Nohe) Mehr...