Deutsche loben «schnuckeliges» Bern

Bern

Die renommierte «Süddeutsche Zeitung» berichtet gross über die «gemütlichste Hauptstadt der Welt» Bern.

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Markus Ehinger@ehiBE

«Touristen fahren in der Schweiz Ski – oder nach Zürich. Dabei ist Bern ‹mega härzig›, also ganz besonders nett: schnuckelige Altstadt, Kunst, Kultur, Szenebars, Bären und Berge», heisst es zu Beginn eines grossen Artikels über Bern, die «gemütlichste Hauptstadt der Welt» in der «Süddeutschen Zeitung». «Statt sich zu grämen, dass kaum ein Tourist bei ihnen vorbeischaut, geniessen die Berner die herrliche Altstadt, den Blick auf die Alpen, Kunst, Kultur, eine spannende Szene, bestes Essen und ein erfrischendes Bad in der Aare», heisst es weiter.

1-a-Zustand in Bern: «Alles ist heil und in Bestform»

Die grosse Reisereportage auf www.sueddeutsche.de ist gespickt mit zahlreichen direkten Links auf weiterführende Websites. Etwa zum Matteänglisch-Club Bärn beim Abschnitt über das einstige «Armeleutequartier», das heute «gentrifizierter Lebensraum von Berns Kreativen und Hipstern» ist. Nicht fehlen darf der Hinweis auf das Einsteinhaus, immerhin hat Albert Einstein in Bern die Relativitätstheorie begründet. Überhaupt schien es der Autorin in Bern gut gefallen zu haben. «Umarmt von der Aare, liegt Berns Altstadt auf einer Art Halbinsel», beschreibt sie die Lage Berns. Die mittelalterliche Struktur sei erhalten, alles sei «heil und in Bestform», weshalb die Unesco gleich die gesamte Altstadt zum Weltkulturerbe ernannt habe.

«Die Schweizer, diese Streber-Gastgeber»

«An sich ist alles gut zu Fuss erreichbar», heisst es im Artikel. «Doch die Schweizer, diese Strebergastgeber, bieten gleich noch ein kostenloses Ticket an.» Gemeint ist das Bern-Ticket, mit dem Touristen den ÖV gratis nutzen können. Lobende Erwähnung finden auch die Lauben («eine der längsten überdachten Einkaufsstrassen der Welt») sowie der Bärenpark und die kulturellen Einrichtungen wie Zentrum Paul Klee oder das Kunstmuseum, das Alleinerbe der Gurlitt-Sammlung ist. Und der Gurten wird von den Bernern «zärtlich» «Güsche» genannt.

Amüsiert zeigt sich die «Süddeutsche Zeitung» über den Kindlifresserbrunnen. «Auf Schwyzerdütsch klingt das fast niedlich, etwas gruselig ist es aber schon, wie sich die Brunnenfigur gerade ein nacktes Kleinkind zwischen die Kiemen schiebt.»

Berner Zeitung

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