Lyss

Der Lyssbach floss erstmals durch den Stollen

LyssDer Lyssbachstollen hat seine Bewährungsprobe bestanden. In der Nacht auf Dienstag floss zum ersten Mal Wasser durch den Tunnel.

Einlaufwerk: Hier floss am Dienstag das Wasser in den Stollen.

Einlaufwerk: Hier floss am Dienstag das Wasser in den Stollen.

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Gestern um 4 Uhr morgens ging beim Lysser Feuerwehrkommandanten Stephan Mathys der Alarm ein: hoher Wasserstand im Lyssbach. Nach den intensiven Niederschlägen in der Nacht im Einzugsgebiet des Bachs hatte sich das Wasser an der Steuerungsklappe im Leen gestaut und floss ins danebenliegende Überlaufbecken. Kurz nach 4 Uhr rauschten die Wassermassen ins Einlaufbauwerk und flossen unterirdisch zur Alten Aare. Erstmals hat der Stollen damit einen Teil des Lyssbachs aufgenommen. Betriebsbereit ist das 50-Millionen-Franken-Bauwerk seit Dezember 2011, Ende Juni war es eingeweiht worden.

Noch keine Messung möglich

«Der Stollen hat bestens funktioniert», sagt Stephan Mathys, der die Situation mit Ernst Stoller, Einsatzleiter der Feuerwehr, vor Ort überwachte. Wie viel Wasser durch den Lyssbachstollen floss, kann Mathys nicht sagen. Das System für die Durchflussmessung ist erst ab November in Betrieb. «Ich konnte nicht beurteilen, ob der Lyssbach das Hochwasser hätte aufnehmen können.» Der Wasserstand sei hoch gewesen, «aber sicher nicht vergleichbar mit demjenigen vom 29. August 2007». Damals verursachten die Wassermassen in Lyss schwere Schäden – zum dritten Mal in diesem Sommer. Die drei Hochwasser – Schadensumme über 100 Millionen Franken – waren denn auch der Grund, dass der Lyssbachstollen rasch realisiert wurde.

Hegg: «Ungeheuer wertvoll»

Ohne Stollen hätten die Lysser vorletzte Nacht nicht so ruhig schlafen können. Mathys: «Die Feuerwehr hätte die Situation in der Nacht beobachten und die Ufer eventuell mit den Hochwasserschläuchen schützen müssen.» Gemeindepräsident Andreas Hegg erhielt um 4.30 Uhr einen Anruf des Feuerwehrkommandanten. Hegg: «Er sagte: ‹Hörst du das Rauschen?› Das ist der Stollen.» Die Nachricht habe ihn sehr beruhigt. «Bei solchem Wetter sassen wir früher wie auf Nadeln. Das ist nun vorbei. Für Lyss ist dies ungeheuer wertvoll.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.10.2012, 07:12 Uhr

Kaum Schäden

Trotz intensiver Niederschläge gab es bis Redaktionsschluss in der Region Bern kaum Überflutungen, wie die Kantonspolizei auf Anfrage mitteilte. Bei Lanzenhäusern wurde Erde auf die Hauptstrasse gespült, bei Riggisberg trat ein Bach über das Ufer.pd

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