Der Gäbelbach als Opernbühne

Bern

Am 29.September inszeniert das Schweizer Fernsehen die Oper «La Bohème» im Gäbelbachquartier. Das Berner Symphonieorchester spielt im Westside auf. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Zwei grosse Stimmen vor einer ungewöhnlichen Kulisse: Maya Boog als Mimi und Saimir Pirgu als Rodolfo sind die beiden Hauptdarsteller in der SF-Inszenierung von «La Bohème» im Gäbelbach.<p class='credit'>(Bild: SF)</p>

Zwei grosse Stimmen vor einer ungewöhnlichen Kulisse: Maya Boog als Mimi und Saimir Pirgu als Rodolfo sind die beiden Hauptdarsteller in der SF-Inszenierung von «La Bohème» im Gäbelbach.

(Bild: SF)

Sarah Pfäffli@sarahpfaeffli

In gut einem Monat rückt das Gäbelbachquartier ins Zentrum der Aufmerksamkeit von Hunderttausenden TV-Zuschauern. Am 29.September überträgt das Schweizer Fernsehen in Zusammenarbeit mit dem Berner Symphonieorchester und dem Stadttheater Bern von dort live die Oper «La Bohème» von Giacomo Puccini (wir berichteten).

Gestern gaben die SF-Verantwortlichen Details zum Projekt bekannt. So wird eines der drei markanten Hochhäuser mitsamt Waschküchen und Stuben zur Kulisse. Der zweite Akt spielt im nahen Einkaufszentrum Westside, wo auch die Musiker aufspielen. Moderiert wird der Live-Event – wie schon letztes Jahr «La Traviata» im Hauptbahnhof Zürich – von Sandra Studer. Zur Seite stehen ihr die Co-Moderatoren Michel Cerutti vom TSR und Alice Tumler von Arte.

Bewohner spielen mit

Die Solisten-Parts wurden vom Schweizer Fernsehen telegen besetzt: Die Schweizer Sopranistin Maya Boog verkörpert Mimi, die Rolle ihres Liebhabers Rodolfo singt der albanische Tenor Saimir Pirgu. Die Österreicherin Eva Liebau übernimmt die Rolle der Musetta. Und auch diverse Bewohner des Gäbelbachquartiers sind involviert – sie stellen ihre Wohnungen zur Verfügung oder mimen Statisten.

Das Projekt ist ein logistischer und technischer Kraftakt. Mehr als 20 Kameras stehen im Einsatz, rund 30 Tontechniker sorgen dafür, dass die Oper gut klingt. Über die Kosten des Projekts schweigt sich das Schweizer Fernsehen aus.

Wer das Geschehen im Hochhaus live mitverfolgt, hört das Orchester nicht, sondern nur den Gesang: Die Inszenierung ist ganz auf das Erlebnis am Bildschirm ausgelegt. Wer «La Bohème» vor der Haustür geniessen will, bleibt am 29.September also am besten daheim.

Berner Zeitung

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