Zollikofen

Der FC spielt künftig auf Kunstrasen

ZollikofenNicht einmal die Grünen hatten etwas gegen Kunstrasen: Mit klarem Mehr sprach das Parlament in Zollikofen am Mittwochabend 1,22 Millionen für einen neuen Fussballplatz. Kritik gabs nur von der BDP.

Mit grosser Mehrheit sagte das Parlament von Zollikofen Ja zur Totalsanierung des Fussballplatzes.

Mit grosser Mehrheit sagte das Parlament von Zollikofen Ja zur Totalsanierung des Fussballplatzes. Bild: Susanne Keller

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Nach zwei vergeblichen Anläufen können die Spieler des FC Zollikofen definitiv hoffen: Mit 29 Ja gegen 3 Nein sagte das Parlament am Mittwochabend Ja zur Totalsanierung des Fussballplatzes. Die Vorlage biegt damit auf die Zielgerade ein: Sofern nicht noch jemand das fakultative Referendum ergreift, wird die Anlage für 1,22 Millionen Franken erneuert. Andernfalls kommt das Geschäft an die Urne.

Die Vorlage war nicht unumstritten. Insbesondere die BDP tat sich als Kritikerin hervor, weil sie statt des beantragten Kunstrasens lieber einen Naturrasen gesehen hätte. Aus ökologischen wie aus finanziellen Gründen: Dass Herstellung und Entsorgung eines Kunstrasens die Umwelt belasten, störte die Partei genauso wie die Tatsache, dass diese Variante höhere Investitionskosten nach sich zieht. Ein Naturrasen läge für das Zollikofer Budget noch drin.

Die ökologischen Bedenken mochten indes nicht einmal die Grünen teilen. Die Unterschiede in Sachen Nachhaltigkeit seien so gross auch wieder nicht, stellte die GFL fest. Wieso dem so sei, hatte zuvor auf der bürgerlichen Seite die SVP festgehalten: Ein Naturrasen sei kein Bioprodukt. Er müsse intensiv gepflegt und gedüngt werden, damit er überhaupt fussballtauglich sei.

Von links bis rechts lobten die Parteien das Engagement, das der FC mit seinen 21 Mannschaften und 420 Mitgliedern an den Tag lege. Fussball begeistere die Massen und leiste einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration. Die politischen Parteien spielten da in einer ganz anderen Liga: «Unsere Jugendabteilung ist viel kleiner», stellte die SVP nüchtern fest. (Berner Zeitung)

Erstellt: 28.08.2014, 09:43 Uhr

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