Datensünder werden in Bern «ausgezeichnet»

Bern

Zum neunten Mal werden am 18. Oktober die Big Brother Awards vergeben, mit dem die «schwerwiegendsten Datenschutzverletzungen» angeprangert werden. Heisse Anwärter sind Krankenkassen, diverse Gemeinden und der Schweizerische Fussballverband.

Die «Preise, die keiner will» werden in den Kategorien Staat, Business, Arbeitsplatz und Lebenswerk verteilt. Für jede Kategorie sind bis zu 28 Kandidaten nominiert, welche den Datenschutz nach Ansicht der Organisatoren grob verletzen. Die Verleihung findet am 18. Oktober ab 20 Uhr im Tojo der Berner Reitschule statt.

Berner für Publikumspreis nominiert

Unter den drei Nominierten für den Publikumspreis, der Personen und Institutionen auszeichnet, die sich erfolgreich gegen zunehmende Überwachung und Kontrolle einsetzten, ist der Berner Herr Max (Pseudonym). Er wurde im Januar von der Polizei an einer politischen Kundgebung festgenommen und registriert. Da kein Strafverfahren eröffnet wurde, verlangte er erfolglos die Löschung seiner Daten. Erst das Obergericht bestätigte die Unrechtmässigkeit der Datenerfassung und wies die Behörden an, die Daten sofort zu löschen.

Die Big Brother Awards werden jedes Jahr in 19 Ländern vergeben. In der Schweiz wird die Verleihung von der Swiss Internet User Group (Siug) organisiert.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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