Bern

Das Münster als Leuchtturm an der Museumsnacht

BernIn der Heiliggeistkirche gab es Kindergeschichten, im Bellevue eine Ausstellung zum Thema Ausweisfälschung und das Münster wurde für einmal zum Leuchtturm. Die Museumsnacht zog erneut Tausende Besucher an.

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Die Berner Museumsnacht hat am Freitagabend wiederum tausende Besucher angelockt. Über 30 Museen und andere Institutionen luden die Nachtschwärmer zu Entdeckungstouren. Das Highlight in diesem Jahr war die Beleuchtung des Münsters: Kurz nach 20 Uhr erstrahlte das Wahrzeichen von Bern wie ein Leuchtturm über der ganzen Stadt.

Schon bevor die ersten Häuser um 18 Uhr ihre Tore öffneten hatten sich mancherorts bereits Warteschlangen gebildet. So etwa vor dem Bundeshaus, um sich einen der begehrten Plätze für eine Oldtimerfahrt zu ergattern. Wer den Trick kannte, ging gleich um 18 Uhr zum Paul Klee Zentrum und konnte so das lange Warten umgehen.

Kinderlieder von Ueli Schmezer

In den früheren Abendstunden sind jeweils viele Familien unterwegs. Dementsprechend gefragt waren kindertaugliche Angebote, wie etwa die Kindergeschichten in der der wundervoll ausgeleuchteten Heiliggeistkirche oder Ueli Schmezer Kinderlieder im Kunstmuseum.

Von den grossen Berner Häusern wie dem Museum für Kommunikation bis hin zu kleineren und weniger bekannten Einrichtungen wie etwa dem Heilsarmeemuseum oder der Schweizerischen Theatersammlung boten die teilnehmenden Institutionen Einblicke in ihr Schaffen, ihre Sammlungen und unterhielten mit zahlreichen Attraktionen wie Konzerten, Vorträgen oder Spielen.

Im Kunstmuseum etwa wurde gelogen, dass sich die Balken bogen. Das Publikum durfte Künstler aus der Sammlung nennen und der Kurator erfand zur gewählten Person Geschichten, die das Künstlerleben nie schrieb.

Lichter löschen im Kunstmuseum

Das Naturhistorische Museum knipste alle Lichter aus und verteilte dem Publikum Taschenlampen, um das Haus zu erkunden. Das Bundesarchiv bot eine Zeitreise durch die Schweizer- und die Weltgeschichte. Der Rundgang führte bis tief hinunter in die Archive. Als Stärkung warteten Schweizer Spezialitäten auf die Besucher.

Neu entdecken liess sich auch scheinbar Altbekanntes: das Berner Münster oder das Bundeshaus etwa. Wo sonst unter der Bundeshauskuppel die Volksvertreter wichtige Entscheide fällen, war am Freitag ein Zauberer am Werk und im Münster konnte man Chorgesängen und Orgelklängen lauschen.

Wie jedes Jahr, waren auch dieses Mal die Museumsfassaden farbig beleuchtet. Auch dies erlaubt einen neuen Blick auf längst Vertrautes. (sih/sda)

Erstellt: 20.03.2015, 22:17 Uhr

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