Fussballbosse machen Bern glücklich

Cupfinal Auch im nächsten Jahr wird der Cupfinal in Bern stattfinden. Das hat der Schweizerische Fussballverband entschieden. Zur Freude der Stadtregierung.

<b>Im Jahr 2018 trafen die Young Boys im Cupfinal auf den FC Zürich</b> (Bild). Auch 2019 wird der Cupfinal wieder im Berner Stade de Suisse ausgetragen.

Im Jahr 2018 trafen die Young Boys im Cupfinal auf den FC Zürich (Bild). Auch 2019 wird der Cupfinal wieder im Berner Stade de Suisse ausgetragen.

(Bild: Keystone)

Kein anderer Anlass im Schweizer Fussball hat so verschiedene Facetten wie der Cupfinal. Auf der einen Seite jubelnde Massen, Tränen der Freude und Fans, die sich in die Arme fallen. Und auf der anderen qualmende Pyros, randalierende Fans und Überfalle auf Tankstellen.

All diese schönen und unschönen Seiten des Fussballspektakels traten auch im vergangenen Mai auf, als der BSC Young Boys im Stade de Suisse gegen den FC Zürich um den Pokal kämpfte. Nach vier Jahren Unterbruch war der Cupfinal in die Hauptstadt zurückgekehrt, die Freude der Fussballfans gross.

Auch nächstes Jahr dürfen sich die Bernerinnen und Berner wieder freuen: Am Montag gab der Schweizerische Fussballverband (SFV) bekannt, dass der Cupfinal auch 2019 wieder in Bern stattfinden wird. Und zwar am Sonntag, 19. Mai. «Damit wird die Fussballeuphorie in Bern weiter erhalten», freut sich die Stadtregierung in einer Mitteilung.

Beginn einer Tradition?

Nach diesem Entscheid des Fussballverbands stellt sich die Frage, ob der Cupfinal auch in den darauffolgenden Jahren in Bern ausgetragen wird. Derzeit vergibt der Fussballverband das Finalspiel nur von Jahr zu Jahr. Für Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) steht fest: «Der Cupfinal wurde früher während Jahrzehnten immer in Bern durchgeführt. Es ist das Ziel des Gemeinderates, dass er wieder regelmässig in der Hauptstadt stattfindet. Dafür setzen wir uns ein.»

Dies lässt sich jedoch nur erreichen, wenn schwere Ausschreitungen unter den Fussballfans ausbleiben. Stadtpräsident von Graffenried hat deshalb eine klare Vorstellung, wie ein Spieltag ablaufen sollte: «Der Cupfinal soll wieder zum Fussballfest werden, das er einmal war. Und es sollte möglich sein, das Finalspiel zu organisieren, ohne dass ein riesiges Polizeiaufgebot nötig ist.»

Die Erfahrungen bei der Organisation des Cupfinals 2018 stimmen von Graffenried zuversichtlich, dass ein einigermassen friedliches Fussballfest möglich ist: «Es ist uns gelungen, die Situation zu deblockieren. Die Sicherheitsorgane haben mit den verschiedenen Akteuren wie dem Fussballverband, den Clubs sowie den Fangruppen diskutiert. Es war ein konstruktiver Geist da.» Trotzdem waren die Polizeikosten relativ hoch. Diese betrugen beim Cupfinal 2018 rund 700000 Franken, wie der Gemeinderat letzte Woche bekannt gab. Die Hälfte davon hat der Fussballverband übernommen.

Nati soll auch in Bern spielen

Der Stadtpräsident hat ein weiteres Ziel: «Es wäre wichtig, dass künftig auch die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft in Bern stattfinden», sagt Alec von Graffenried. Mit seinem Anliegen rennt er beim Verband offene Türen ein.

Aber es gibt einen Haken: Solange im Stade de Suisse Kunstrasen verlegt ist, werden Shaqiri und Co. nicht im Stade de Suisse einlaufen. Die Young Boys werden indes erst Naturrasen im Stade de Suisse verlegen, wenn sie über genügend Trainingsplätze verfügen. Doch der Club und die Stadt sind noch nicht fündig geworden.

Berner Zeitung

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