Chronologie: Ein Park mit einem zehnjährigen Auf und Ab

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Die Geschichte des Bärenparks Bern beginnt mit einer Aktion der Tierrechtsorganisation «Animal Peace» am 25. April 1998. 20 Aktivisten besetzen den Bärengraben und fordern die Schliessung des «Bärengefängnisses» Bärengraben oder als Ersatz einen Park.

Gleichentags reichen Vertreter der Organisation bei der Stadt Bern eine von 15'000 Menschen aus elf Ländern unterzeichnete Petition mit dieser Forderung ein.

2.3.2001: Ein Projektteam unter dem Vorsitz des Berner Tierparkdirektors Bernd Schildger präsentiert das Projekt eines 10'000 Quadratmeter grossen Tierparks am Hang neben den beiden Bärengräben.

6.6.2003: Die Stadt Bern schreibt einen Projektwettbewerb für die Gestaltung des Bärenparks aus.

7.11.2003: Das Projekt «bären und berner» unter Federführung der Berner Landschaftsarchitekten Klötzli&Friedli gewinnt den Wettbewerb. Das Projekt umfasst auch eine Eisbahn im grossen Bärengraben. Die Kosten werden mit 6,9 Millionen Franken angegeben.

6.5.2004: Der Berner Stadtrat genehmigt gegen 690'000 Franken für die Projektierung des Bärenparks und bestimmt, dass sich die Stadt Bern nicht an weiteren Kosten beteiligen darf.

7.4 2005: Es wird bekannt, dass der Bärenpark statt 6,9 Mio 16 Millionen Franken kosten wird. Das hat die neu dafür zuständige Gemeinderätin Barbara Hayoz nach einer «Plausibilisierung» der Kosten festgestellt. Das Projekt wird deshalb redimensioniert und soll maximal 9,71 Millionen Franken kosten. So wird etwa die Grösse des Parks auf 6000 Quadratmeter verrringert.

17.6.2007: Das Stadtberner Stimmvolk sagt Ja zur Überbauungsordnung Bärenpark.

20.9.2007: Gemeinderätin Barbara Hayoz gibt bekannt, dass die 9,7 Millionen Franken für den Bärenpark gesammelt sind. Hauptsponsor ist die Mobiliar-Versicherung.

25.9.2007: Hayoz und die Stadtbauten Bern (StaBe) brechen die Submission für die Bauarbeiten ab, weil alle Offerten über dem Kostendach von 9,7 Millionen Franken liegen. Es wird beschlossen, das Projekt deshalb nicht einer Generalunternehmung zu übergeben, sondern selber zu betreuen.

14.1.2008: Der erste Spatenstich findet statt.

22.9.2008: Hayoz und StaBe geben bekannt, dass der Bärenpark 4,8 Millionen Franken mehr kostet als bekannt - neu 14,5 Mio. Franken. Grund dafür sind Mehrkosten wegen aufwändiger Sicherungsarbeiten am Aarehang. Expertenvorhersagen über den Baugrund seien unpräzise gewesen.

13.10.2009: StaBe informieren, dass die Kosten bis zu 23,6 Mio. Franken betragen. Sie selber beantragen eine Administrativuntersuchung.

15.10. 2009: Der Berner Gemeinderat reagiert entsetzt auf die Nachricht zu den Mehrkosten und beschliesst, eine Administrativuntersuchung in Auftrag zu geben.

22.10.2009: Grosser Besucherandrang bei der Eröffnung des Bärenparks.

21.11.2009: Ein geistig behinderter Mann dringt ins Gehege ein und wird von Bär Finn schwer verletzt. Dieser wird von einem Polizisten mit einem Schuss verjagt. Eindringling und Bär überleben.

21.2.2010: Es wird bekannt, dass Bärin Björk zwei Junge auf die Welt gebracht hat. Der Bärenpark wird in der Folge zu einem riesigen Publikumsmagnet.

2.7. 2010: Alt Oberrichter Ueli Hofer und Baufachmann Bernhard Matter präsentieren die Administrativuntersuchung. (js/sda)

Erstellt: 02.07.2010, 14:39 Uhr

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