Münchenbuchsee

Christa Markwalder spielt Merz

MünchenbuchseeIm Rahmen der Spezialwoche «SF Thema Kinder» darf eine Schulklasse aus Münchenbuchsee Bundespräsident Hans-Rudolf Merz Löcher in den Bauch fragen. Gestern wurde geprobt – mit Nationalrätin Christa Markwalder.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Während der ganzen nächsten Woche haben beim Schweizer Fernsehen die Kinder das Sagen. Im Rahmen des Programmschwerpunkts «SF Thema Kinder» recherchieren, moderieren, produzieren und diskutieren sie. Und bieten dem erwachsenen Publikum die einmalige Gelegenheit, die Welt noch einmal durch Kinderaugen zu betrachten.

«Eigentlich haben wir uns bei diesem Projekt beworben, um bei der Produktion der Tagesschau oder eines Films dabei sein zu können», sagt Ursula Bucher, 5.-Klasse-Lehrerin im Primarschulhaus Bodenacker Münchenbuchsee. Diese Aufgabe habe ihnen allerdings eine Schulklasse aus Dübendorf weggeschnappt. «Stattdessen dürfen wir nun den Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz treffen», sagt Ursula Bucher. Worüber sich die Kinder natürlich mindestens genauso freuen würden.

Markwalder gibt Tipps

Im Klassenzimmer sind die Proben für das Treffen mit dem prominenten Politiker in vollem Gang. Vor laufender Kamera stellen die Schülerinnen und Schüler alle Fragen, die sie im Hinblick auf die besondere Begegnung zusammengestellt haben. Fragen über die Kindheit, politische Ziele, private Vorlieben oder das Lieblings-Outfit des Bundespräsidenten.

Weil Hans-Rudolf Merz erst zur Live-Sendung erscheinen kann, schlüpft bei der Hauptprobe FDP-Nationalrätin Christa Markwalder in die Rolle des Bundespräsidenten. Sie kennt ihn persönlich und kann den Kindern wertvolle Tipps im Umgang mit ihm geben. Wie man den Politiker korrekt anspricht, dass er es gewohnt ist, mehrere Fragen auf einmal gestellt zu bekommen, wie man ihn herausfordern kann und dass er nicht «März», sondern «Merz» heisst.

«Ich bin überzeugt, dass sich aus den Kinderfragen ein interessantes Gespräch ergeben wird», sagt Christa Markwalder. «Ich finde es immer spannend, wenn Kinder ihre Gedanken, Anliegen und Ideen äussern dürfen.» Die Fünftklässler sind sich bewusst, dass sie Hans-Rudolf Merz in einer besonders turbulenten Arbeitszeit treffen werden. «In der Schule haben wir die Libyen-Krise nicht so oft besprochen», sagt der elfjährige Fabian Frieden. Wie die meisten seiner Mitschüler hat er sich zu Hause durch Zeitungen und Fernsehen über das aktuelle Geschehen informiert. «Ich bin sehr nervös, wenn ich daran denke, dass ich Herrn Bundespräsident Merz persönlich treffen werde», sagt er.

«Er ist halt schon sehr berühmt, wenn auch nicht gerade wie ein Pop-Star», sagt die zehnjährige Jaël Mürner. Auch sie kann den grossen Tag kaum erwarten. «Ich werde auf jeden Fall etwas Schönes anziehen – wahrscheinlich einen Jupe und Leggins.»

Startschuss in Bern

Die gestrige Hauptprobe im Schulhaus Bodenacker ist heute Freitag Abend in der Sendung «Schweiz aktuell» (19 Uhr) zu sehen.

Das Treffen der Münchenbuchseer Fünftklässler mit dem Bundespräsidenten wird am Montag um 11 Uhr, live aus der Berner Kindertagesstätte Matte, gesendet. Die Übertragung ist der Startschuss zur Reportagereihe von «Schweiz aktuell bi de Chind». (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.09.2009, 08:38 Uhr

Abo

Die ganze Region. Im Digital-Light Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Foodblog Si und Dave, die Töfflibuben

Gartenblog Blütenlos schön

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitag um 16 Uhr Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

#covfefe? Angela Merkel bedient das fedidwgugl-Haus in Berlin - und wir schütteln den Kopf ab dem sonderbaren Wahlslogan #fedidwgugl: Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben (18. August 2017).
(Bild: Michael Kappeler) Mehr...