«Bier bringt die verschiedensten Menschen an einen Tisch»

Wabern/Solothurn

Von Donnerstag bis Samstag findet in Solothurn die 13. Ausgabe der Biertage statt. Kleinbrauer aus der ganzen Schweiz laden zum Kennenlernen ihrer Spezialitäten ein. Darunter auch Wabräu aus Wabern.

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Martin Bürki@tinubuerki27

Von Donnerstag bis Samstag stehen an den Solothurner Biertagen das Probieren, Gedankenaustausch und die Geselligkeit im Zentrum. Dieser dem Hopfensaft gewidmete Anlass hat Tradition: Vor 13 Jahren rief Alex Künzle, Gründer und Eigentümer der Solothurner Öufi-Brauerei, die Biertage ins Leben.

Nachdem die letztjährige Ausgabe auf die Chantierwiese hatte ausweichen müssen, kehrt der Anlass in die Reithalle zurück. Aus Platzgründen wird zusätzlich ein grosses Bierzelt aufgestellt. Künzle und sein Öufi-Bier sind natürlich anwesend, ebenso wie 35 weitere Kleinbrauereien aus der ganzen Schweiz wie zum Beispiel Boxer aus Yverdon, die Luzerner Bier-Brauer Lubb oder die Mobile Brauerei aus Winterthur.

Hopfenperlen aus Bern

Aus dem Kanton Bern wartet ein gutes Dutzend Brauereien auf. Aus dem Emmental gibts unter anderem Burgdorfer Bier, das Oberland ist mit Jungfrau Bräu vertreten, ebenso wie das Seeland mit dem Bière Amicale (Biel) oder Knüxx (Lengnau). Aus der Stadt Bern empfangen das Alte Tramdepot oder Felsenau.

Zum zweiten Mal nutzt auch das Wabräu-Team die Plattform. Seit 2004 brauen die Bierliebhaber auf dem Areal der ehemaligen Gurten-Brauerei in Wabern ihr eigenes Bier (siehe Kasten). Läuft das Geschäft an den Solothurner Biertagen wie vergangenes Jahr, wird der Auftritt auch wirtschaftlich ein Erfolg. Damals deckte der Ertrag gerade so die Kosten für den Bau eines eigenen Standes.

Viele kleine Welten

Rein werbetechnisch brächten die Biertage nur bedingt etwas, findet Andreas Wittwer. «Unser Einzugsgebiet befindet sich rund um Wabern, reicht aber niemals bis nach Solothurn.» Gleichzeitig bietet die geografische Verbreitung aller Aussteller auch einen Vorteil: Der Erfahrungsaustausch falle leichter, wenn man nicht Gefahr läuft, einem anderen Brauer die Kundschaft streitig zu machen.

Kaum anzunehmen, dass Bierliebhaber aus Liechtenstein oder dem Tessin, woher auch vereinzelte Brauereien ihren Weg an die Biertage finden, in Zukunft regelmässig nach Wabern pilgern. Die Vernetzung unter den Brauereien funktioniere trotzdem: «Man kann prima Erfahrungen austauschen, neue Ideen sammeln oder aus Fehlern lernen, die andere gemacht haben», sagt Andreas Wittwer.

Die Durchmischung in der Solothurner Reithalle und im Bierzelt dürfte aber nicht nur geografischer, auch sozialer Art sein. Aufgrund der Erfahrungen im eigenen Lokal weiss Andreas Wittwer: «Es ist witzig, wer alles beisammen sitzt. Junge Erwachsene und Rentner, einfache Büezer und Akademiker – Bier bringt die verschiedensten Menschen an einen Tisch.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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