Beschwerde wegen Parkplätzen beim Sternen

Bolligen

Der frühere Bauverwalter Ueli Turtschi kämpft seit Jahren um die Parkplätze beim Sternen. Nun hat er beim Statthalter eine Beschwerde eingereicht.

Der Landgasthof Sternen in Bolligen

Der Landgasthof Sternen in Bolligen

(Bild: Urs Baumann)

Simone Lippuner

Der frühere Bauverwalter von Bolligen ist zwar pensioniert. Von Ruhestand kann bei Ueli Turtschi aber nicht die Rede sein. Seit Jahren kämpft er für die Parkplätze beim Gasthof Sternen in Bolligen. «Der Ausbau des Sternens ist von A bis Z widerrechtlich», sagt Turtschi. So sei in der Überbauungsordnung festgehalten, dass bei einer Erweiterung des Ökonomieteils auch die Parkplatzsituation an der Flugbrunnenstrasse neu geregelt werden muss. «Ich war bei der Ausarbeitung des Sternen-Geschäfts mit dabei: Die Parkplätze waren für alle einer der wichtigsten Aspekte überhaupt.»

Konkret war vorgesehen, dass es nur noch eine Einfahrt (Höhe Chemische Reinigung) und eine Ausfahrt (beim Lichtsignal) zum Parkplatz geben soll und die Verkehrssituation damit sicherer wird. Doch bis heute ist nichts passiert: Die neuen Wohnungen stehen, die Parkplätze sind die alten. «Bolligen ist eine Bananenrepublik», so Turtschi. «Seit neue Leute am Drücker sind, wirft man planerische Vorsätze über Bord.» Ueli Turtschis Geduld ist nun am Ende: Er hat beim Statthalteramt eine Verwaltungsbeschwerde eingereicht.

«Alles ist in der Schwebe»

Bei den Bolliger Behörden ist das Dossier ebenfalls noch nicht in der Schublade gelandet: «Derzeit ist alles in der Schwebe», sagt der zuständige Gemeinderat Niklaus Wahli (SP). Die in der Überbauungsordnung vorgesehene «Längsparkierung» wurde hinausgeschoben, um gemeinsam mit verkehrstechnischen Plänen eine Gesamtlösung zu finden.

Die Durchgangsachse an der Flugbrunnenstrasse wird umgestaltet. Die Verkehrssituation soll mit einer Lichtanlage oder einem Kreisel verbessert werden. Allenfalls wird auch die Bushaltestelle gezügelt. Wahli: «Solange die Pläne unklar sind, wollen wir mit dem Sternen-Vorland nicht vorpreschen. Aber das Projekt ist im Gang.»

Berner Zeitung

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