Berner Promis schwingen den Suppenlöffel

Bern

Am Donnerstagmittag haben sich Berner Promis auf dem Bärenplatz für einen guten Zweck engagiert. Dies taten sie im Rahmen des 11. Suppentages der Stiftung Schweizer Tafel.

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Sibylle Hartmann@sibelhartmann

Pünktlich zum Auftakt des 11. Suppentags in Bern strahlt die Sonne über dem Bärenplatz. Ebenso die Gesichter der Gäste, die nach und nach in das weisse Zelt tröpfeln. Noch bevor der Anlass um 11.30 Uhr richtig losgeht, ist sie bereits voller Elan dabei, hinter dem Tresen Suppe zu schöpfen: Die Schauspielerin Heidi Maria Glössner.

Dass ihr der Anlass am Herzen liegt, muss sie auch gar nicht lange beteuern. «Das ist eine Tradition, die ursprünglich aus Deutschland kommt. In Bern gibt es ihn schon seit 11 Jahren. Stellen Sie sich vor, aus einem gespendeten Franken werden 20», erklärt Glössner, während sie geschäftig zwischen Suppentopf und Gäste hin und her läuft.

In 18 Schweizer Städten

Der Suppentag, der am Donnerstag gleichzeitig in 18 Schweizer Städten stattfand, sei nur eine von vielen Spendenaktionen der Schweizer Tafel, erklärt Franziska Jordi, Vorstandsmitglied der Stiftung. Das Projekt der Stiftung Hoffnung für Menschen in Not sammelt täglich nach dem Motto «Essen - verteilen statt wegwerfen» bei Produzenten, Grossverteilern und Detaillisten Lebensmittel ein und verteilt diese gratis an soziale Institutionen wie beispielsweise Obdachlosenheime, Gassenküchen, Notunterkünfte und andere Hilfswerke.

«Der Suppentag ist zu einem richtigen Event geworden. Es gibt ganze Gruppen, die sich jedes Jahr treffen und dann zu uns kommen», so Jordi. Oft werde sie auch schon unter dem Jahr danach gefragt, wann der Suppentag wieder stattfinde.

Und tatsächlich strömen die Gäste in Scharen in das weisse Zelt am Donnerstagmittag: Von jung bis alt wollen sie alle die Kürbis-Selleriesuppe, gespendet vom Hotel Bellevue Palace, kosten und sich damit für einen guten Zweck engagieren. Und manche zieht es auch wegen der Prominenz hinter der Theke auf den Bärenplatz: «Wir müssen unbedingt schauen, dass wir bei Tschäppät in der Schlange stehen», sagt ein Besucher zu seiner Frau, der dies jedoch herzlich egal ist, wie sie sofort entgegnet.

Berner Prominez hinter der Theke

Neben Tschäppät reihen sich kurz vor 12 Uhr auch die Berner Regierungsrätin Beatrice Simon, der Berner Chansonnier Oli Kehrli und der ehemalige YB-Captain Christoph «Wuschu» Spycher ein. Etwas später tauchen mit Renato Steffen und Alain Rochat auch noch zwei aktive YB-Spieler im Zelt auf, die sich erstmal mit einer Suppe stärken, bevor sie ihre Fussballschuhe gegen einen Suppenlöffel eintauschen.

Schliesslich engagieren sie sich diese Woche bereits zum zweiten Mal für einen guten Zweck, nachdem sie bereits am Tag zuvor im Wankdorf Center Plüschbären und Kinderbücher verkauft haben, dessen Erlös krebskranken Kindern zu Gute kommt.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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