Baugesuch für Alki-Treff am Bollwerk verspätet

Die Bewilligung für das Alkistübli «La Gare» auf der Bahnhofterrasse lief im vergangenen April ab. Dennoch hat die Stadt erst jetzt das Baugesuch für den Weiterbetrieb publiziert.

Die fast einjährige Verzögerung beim Baugesuch habe mehrere Gründe, heisst es von Seiten der Stadt.

Die fast einjährige Verzögerung beim Baugesuch habe mehrere Gründe, heisst es von Seiten der Stadt.

(Bild: Urs Baumann)

Jürg Steiner@Guegi

Seit Jahren steht ein Container für Alkoholiker hinten bei den Parkplätzen auf der ersten Etage der Bahnhofterrasse. Die Suchthilfestiftung Contact betreibt ihn unter dem Namen «La Gare» im Auftrag der Stadt Bern. Er richtet sich an Alkoholabhängige, denen die soziale Integration abhandengekommen ist.

Ins «La Gare» kann man sein eigenes Bier mitbringen, es gibt TV, Zeitungen und niederschwellige Beratung, man kann Snacks kaufen. Obschon die Bewilligung für den Container Ende April 2018 ablief, publiziert die Stadt erst jetzt das Baugesuch für den Weiterbetrieb. Die fast einjährige Verzögerung habe mehrere Gründe, erklärt Dagmar Boss, Stabsleiterin bei Immobilien Stadt Bern.

Weil der Container auf SBB-Gelände steht, musste zuerst der Leihvertrag verlängert werden (bis 2024). Wegen strengerer Vorschriften habe man zudem einen Alternativstandort für den Container gesucht, jedoch vergeblich.

Zeitintensives Kopfzerbrechen bereitete den Behörden die grüner gewordene Baugesetzgebung, die die heutige elektrische Beheizung des Containers und ebensolche Warmwasseraufbereitung ausschliesst. Die Lösung: Man installiert eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach, um den Stromverbrauch für die Wärmeproduktion zu kompensieren.

Berner Zeitung

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