Grosshöchstetten

Badi fällt der Sparrunde zum Opfer

Grosshöchstetten Das Freibad soll schliessen. So steht es im Strategiebeschluss, welcher der Gemeinderat am Mittwoch publik machte. Der Grund: Der Sanierungsbedarf der Badi liegt über den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde.

Der Beton soll weg: Der Gemeinderat von Grosshöchstetten will die Aussenanlage des Schwimmbads zurückbauen und umgestalten.

Der Beton soll weg: Der Gemeinderat von Grosshöchstetten will die Aussenanlage des Schwimmbads zurückbauen und umgestalten. Bild: Urs Baumann

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Vier Varianten hatte der Gemeinderat auf dem Tisch. Billig war keine davon. Von Schliessung über Sanierung bis Ausbau des Freibads stand alles zur Debatte. Die Höhe der Offerten: zwischen 1,5 und 8 Millionen Franken. Nun hat sich das Gremium entschieden. Und zwar für die kostengünstigste Variante.

Sprich: Die Aussenanlage des Schwimmbads soll geschlossen, zurückgebaut und umgestaltet werden. Jedenfalls in naher Zukunft: Diesen Sommer wird der Betrieb voraussichtlich noch normal vonstattengehen. Vorausgesetzt, die veraltete Technik macht mit.

Badi nur 30 Tage im Jahr offen

«Grössere Investitionen liegen zurzeit einfach nicht drin», sagt Gemeinderatspräsident Martin Steiner zum Entscheid. Die finanzielle Lage ist angespannt. Der Investitionsbedarf in Grosshöchstettens Liegenschaften beträgt laut Steiner bis zu 25 Millionen Franken. Im November 2014 lehnte die Versammlung eine Steuererhöhung von 1,42 auf 1,52 Steuerzehntel ab. Dass die Schliessung eine direkte Folge dieses Entscheides ist, verneint Steiner: «Uns fehlt momentan für alle Aufgaben – ausserhalb der Sanierungen und Investitionen in Liegenschaften – rund ein Steuerzehntel.» Keine Auswirkungen soll die geplante Schliessung auf den Betrieb des benachbarten Hallenbads haben. Dieser läuft laut Steiner momentan «zur vollsten Zufriedenheit».

Unklar ist, was die Grosshöchstetter Einwohner zur Schliessung sagen werden. «Wir schauen nun, wie der Entscheid aufgenommen wird.» Steiner gibt zu bedenken, dass das Freibad in den letzten Jahren durchschnittlich nur während 30 Tagen im Jahr offen war. Und: In Konolfingen, Münsingen, Biglen und Worb habe es Freibäder in unmittelbarer Nähe.

Lösungen sind willkommen

So oder so muss die Gemeinde den Plänen ihrer Exekutive noch zustimmen. Steiner gibt sich diskussionsbereit: «Wir sind offen für Vorschläge.» Denn was genau die drei Betonbecken ersetzen soll, lässt Steiner im Ungewissen.

Der Gemeinderat betont aber, dass die Aussenanlage weiterhin als Treffpunkt und Erholungsort dienen soll. Vergrösserung der Restaurantterrasse, ein Beachvolleyballfeld: Der Möglichkeiten gibt es viele. Nur eines ist klar: Kosten darf es nicht zu viel. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.03.2016, 21:40 Uhr

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