Auf dieser Tour ist das Tempo egal

Bern

Mit etwas «Wünsch dir was»-Rückenwind ist der Berner Marcel Holzer zu einer sehr, sehr gemütlichen Schweizer Rundfahrt gestartet.

Open-Air-Abenteuer: Der Berner Marcel Holzer geniesst auf seiner Tour de Suisse das Leben fernab von allem Luxus.

Open-Air-Abenteuer: Der Berner Marcel Holzer geniesst auf seiner Tour de Suisse das Leben fernab von allem Luxus.

(Bild: zvg)

Johannes Hofstetter

Bei der Tour de France kämpfen die Velorennfahrer in diesen Tagen um jede Sekunde und jeden Meter. Bei der Tour de Suisse, die unser Leser Marcel Holzer in Angriff genommen hat, spielen Zeiten und Distanzen so gut wie keine Rolle.

Zweieinhalb bis drei Wochen gönnt sich der 40-jährige Berner aus dem Lorrainequartier für seine Rundfahrt, die ihn ins Welschland und in den Jura und von dort über die Nordwest- und Ostschweiz ins Tessin und über den Simplon zurück nach Bern führen soll.

Unterwegs ist der Abenteurer mit einem Aebi-Transporter, der pro Stunde zwischen 20 und 25 Kilometer schafft. Gefunden hat Holzer den «Red Dragon» durch einen Aufruf in unserer Rubrik «Wünsch dir was». Nachdem wir sein Anliegen im März publik gemacht hatten, meldeten sich spontan Leserinnen und Leser, die Holzer bei seinem Trip unter dem Motto «Slow down» helfen wollten. Den Zuschlag bekam Christoph Sigrist aus Horrenbach bei Steffisburg, ein Cousin von Holzer. Die beiden haben sich laut unseremWunschkandidaten «viele Jahre nicht mehr gesehen» und fanden durch diese Aktion wieder Kontakt zueinander.

In einemReisetagebuch, das er jeden Abend in sein iPhone tippt und an uns weiterleitet, notierte Marcel Holzer, dass die Zylinderkopfdichtung seines rot-weissen Gefährts wenige Tage nach demStart den Geist aufgegeben habe. Deshalb habe er anfänglich nicht, wie vorgesehen, imWald schlafen können und stattdessen vor einer Landmaschinengarage genächtigt.

Um die Verpflegung brauche er sich keine Sorgen zumachen, mailt Holzer. Das Essen, das er meist unter freiem Himmel zubereite, nehme er in Boxen mit. Die Fläche des Auflegers habe er «chic» eingerichtet. Schliesslich diene sie ihm in den nächsten Wochen als «Wohnzimmer»

Berner Zeitung

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