Köniz

Auf den Fersen der Bundespräsidentin

KönizJugendliche drehten einen Film über Simonetta Sommaruga. Sie waren an der Wahl der SP-Frau zur Bundespräsidentin und den Feiern dazu dabei. Und machten ganz neue Erfahrungen.


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Über fünf Stunden Filmmaterial war es. Jetzt sind es noch rund sieben Minuten. So lang ist der Film, den Könizer Jugendliche über Simonetta Sommarugas Wahl zur Bundespräsidentin und die Feiern in Bern und Köniz gedreht haben. Sie sind Mitglieder von You Report, dem jungen Filmteam Köniz. Den Auftrag erhielten sie von der Gemeinde.

«Das war für uns eine riesige Chance», sagt die 18-jährige Geografiestudentin Daria Lehmann. Sie kennt den Film in- und auswendig. «Das finde ich super», sagt sie zur Szene, in der Sommaruga winkend an den Könizer Schulkindern vorbeischreitet. «Es kommt mir vor, als ob sie die Queen wäre.»

Eher «absurd» findet die junge Frau dafür die Gewehrsalvenzeremonie vor dem Rathaus. «Ich fands lustig», sagt ihr Kollege Florian Helfer. Um davon Bilder zu haben, musste der 16-Jährige kurzerhand Kamera und Stativ in die Luft heben. «Deshalb wackelt es hier etwas.»

«Die Profis waren sehr nett»

Der Film beginnt mit Sommarugas Wahl. Mit dem gesamten Medientross war am 3. Dezember auch das Könizer Filmteam im Bundeshaus. Dies auch dank Jugendarbeiter Philippe Häni von der Reformierten Kirchgemeinde Köniz, der als Koordinator amtet. Vor einem Jahr hat er das Filmteam mit Jugendlichen gegründet. «Ich leiste organisatorisch Support, alles andere machen sie selbst.» Mitmachen können alle Interessierten aus der Region Bern.

«Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie die Profis arbeiten», blickt Florian Helfer auf den Morgen im Bundeshaus zurück. Im letzten Moment seien die Medienleute jeweils herbeigestürmt, hätten um die Plätze gekämpft. Und darum, ihre Fragen stellen zu können. «Diese Konkurrenz war für uns völlig neu», sagt Daria Lehmann. Sie habe erwartet, dass sie überhaupt nicht ernst genommen würden. «Aber die TV-Profis waren sehr nett und hilfsbereit.»

Knifflig war auch die Szene mit dem Ständchen, das die Singschule Köniz an der Feier für Sommaruga zum Besten gab. Bild und Ton mussten völlig neu arrangiert werden. «Ich habe viel manipuliert beim Schneiden, aber das muss man», sagt Lehmann. Total über 50 Stunden Arbeit hat sie in den Film investiert.

«Nichts Falsches sagen»

«Wenn du filmst, bist du in einer andern Welt», sagt Lehmann. Aber man müsse auch aufmerksam sein, um nichts zu verpassen. Gemerkt hat die junge Frau zum Beispiel, wie schwierig es für viele sei, Reden zu halten. «Sie dürfen nichts Falsches sagen.» Und doch solle es spontan sein und von Herzen kommen.

«Die direkte Demokratie will Frau Sommaruga verbessern, das hörte ich etwa zehnmal», sagt Daria Lehmann. Auch der Film beginnt und endet mit dieser Botschaft. Gut möglich, dass Sommaruga morgen in ihrer Neujahrsansprache am TV ebenfalls darauf zu sprechen kommt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 30.12.2014, 18:39 Uhr

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Freude am Ergebnis: Daria Lehmann, Florian Helfer und Philippe Häni (von links) schauen sich ihren Film über Simonetta Sommaruga nochmals an. (Bild: Stefan Anderegg)

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