Auch Pnos kommt nach Bern

Bern

Am 15. Sep­tember könnte es in Bern ungemütlich werden: Auch die rechtsextreme Pnos will am «Marsch fürs Läbe» teilnehmen. Linksautonome haben Widerstand angekündigt.

Der «Marsch für Läbe» im September 2016 musste mit einem grossen Polizeiaufgebot geschützt werden.

Der «Marsch für Läbe» im September 2016 musste mit einem grossen Polizeiaufgebot geschützt werden.

(Bild: Jürg Spori)

Quentin Schlapbach@qscBZ

Der 15. September ist bei der Berner Polizei schon seit Wochen dick markiert. An diesem Tag findet um 15 Uhr auf dem Bundesplatz der «Marsch für Läbe» statt, eine Aktion aus dem Lager der Freikirchen, wo gegen Abtreibungen demonstriert wird.

Weil diese Veranstaltung in den letzten Jahren von Exponenten der linksextremen Szene teils gewaltsam gestört wurde, musste sie stets von einem massiven Polizeiaufgebot geschützt werden. Das wird dieses Jahr nicht anders sein. Linksautonome versuchen die Abtreibungsgegner schon seit Wochen unter anderem mit Drohbriefen einzuschüchtern.

Hochrisikospiel im Breitsch

Nun hat sich die Situation abermals verschärft. Diese Woche hat auch die rechtsextreme Partei Pnos (Partei national orientierter Schweizer) ihre Teilnahme am «Marsch fürs Läbe» ange­kündigt. Sie will Seite an Seite mit den christlichen Abtreibungs­gegnern demonstrieren.

In der linksautonomen Szene hat sich diese Nachricht bereits herum­gesprochen. Es wird weiterhin zur Gegendemo aufgerufen. Am 15. September werden die politischen Extremisten also aufein­andertreffen.

Ebenfalls an diesem Tag findet das Spiel zwischen dem FC Breitenrain und dem FC Zürich statt – allerdings erst um 19 Uhr. Weil der FCZ über eine gewaltbereite Fanszene verfügt und das Spiel mitten im Wohnquartier statt­findet, werden auch hier viele Po­lizisten vonnöten sein.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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