Asylunterkunft braucht Bewilligung

Die Eröffnung der Asylunterkunft in der alten Berner Feuerwehrkaserne im Breitenrain könnte sich verzögern. Der Gemeinderat geht zwar davon aus, dass die provisorische Unterkunft zonenkonform wäre, aber sie braucht eine Baubewilligung.

In der alten Feuerwehrkaserne an der Viktoriastrasse soll eine provisorische Asylunterkunft entstehen.

In der alten Feuerwehrkaserne an der Viktoriastrasse soll eine provisorische Asylunterkunft entstehen.

(Bild: Beat Mathys)

Christoph Hämmann

Nach dem Auszug der Feuerwehr wird die Kaserne zwischengenutzt. Dazu gehört die provisorische Asylunterkunft, die der Gemeinderat dem Kanton in einem Teil der Feuerwehrkaserne vorgeschlagen hat. Rund hundert Asylsuchende könnten dort untergebracht werden.

Die am Donnerstag publizierte Antwort auf einen Vorstoss des SVP-Stadtrats Alexander Feuz zeigt nun, dass sich das Ganze verzögern könnte. Zwar geht der Gemeinderat davon aus, dass die provisorische Unterkunft zonenkonform wäre – sie brauche aber eine Baubewilligung. Das entsprechende Gesuch soll bald eingereicht und bis Anfang Februar vom Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland publiziert werden.

Die Bewilligungsbehörde wird über allfällige Einsprachen befinden und entscheiden, ob die Baubewilligung erteilt werden kann. «Gegen eine allfällige Bewilligung könnten abgewiesene Einsprecher bei der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVED) Beschwerde führen», sagt der stellvertretende Regierungsstatthalter Peter Blaser.

Idee im Quartier sher gut aufgenommen

Würde es dazu kommen, könnten die Stadtbehörden prüfen, bei der BVED zu beantragen, dass den Beschwerden die aufschiebende Wirkung entzogen würde. Laut Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) ist die Idee einer Asylunterkunft im Quartier «sehr gut aufgenommen» worden. Der Kanton habe die Stadt verpflichtet, hundert zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen. «Es wäre schade, wenn die Räume mit den Betten in der Kaserne leer stehen würden.»

SVP-Stadtrat Feuz hingegen bezweifelt die Zonenkonformität. Man werde das Baugesuch genau prüfen, kündigt er an.hae

Berner Zeitung

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