Bern

Asylunterkunft Riedbach: Für einen Raum mit Tageslicht

BernDie Quartierbewohner von Riedbach stören sich an der unterirdischen Asylunterkunft. Nun hörte der Kanton ihre Bedenken an.

Die Berner wollen in Bern-Riedbach keine weitere unterirdische Asylunterkunft (im Bild die Zivilschutzanlage Hochfeld).

Die Berner wollen in Bern-Riedbach keine weitere unterirdische Asylunterkunft (im Bild die Zivilschutzanlage Hochfeld). Bild: Urs Baumann

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Dass die Asylunterkunft Bern-Riedbach unterirdisch ist, verärgert viele Bernerinnen und Berner. «Die Unterkunft liegt in einem Verteilzentrum am Rande der Stadt – nicht in einem Wohnquartier. Die Lage und die Räumlichkeiten sind nicht ideal», sagt Rachel Picard, Geschäftsführerin der Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem.

Man sei darauf erpicht gewesen, das Gespräch mit den zuständigen Behörden zu suchen. Der Kanton kam dieser Bitte nun nach und lud am Dienstag zum ersten runden Tisch ein; Picard war eine von insgesamt 20 anwesenden Quartiervertreterinnen und -vertretern.

Noch immer nicht glücklich

Wie Markus Aeschlimann, Geschäftsleiter des kantonalen Amts für Migration und Personenbestand, sagt, handelte es sich um einen «ungemein konstruktiven und lösungsorientierten Austausch». Auch Rachel Picard berichtet von einer «guten ersten Kontaktaufnahme», betont aber, dass sie mit der Lage der Unterkunft und der Tatsache, dass diese unterirdisch ist, immer noch nicht glücklich sei. «Zumindest ein Aufenthaltsraum mit Tageslicht sollte zur Verfügung gestellt werden.»

Die Vertreterinnen und Vertreter äusserten aber nicht nur ihre Bedenken und Forderungen, sie lieferten auch Lösungsvorschläge wie etwa einen «Tag der Begegnung». Laut Aeschlimann zeigen solche Inputs, dass im Umfeld der Asylunterkunft «ein grosses Potenzial an Freiwilligenarbeit» vorhanden sei. In einem nächsten Schritt müsse die Organisation vorangetrieben werden. Dazu wurde eine Delegation zusammengestellt, welche die Quartiere vertreten und die Freiwilligen­arbeit mit den relevanten Parteien koordinieren soll. (sm)

Erstellt: 23.06.2016, 07:21 Uhr

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