Münsingen/Belp

Alles spricht für Bernmobil

Münsingen/BelpDer Bund sähe es gern, wenn Bernmobil das Busnetz im Raum Münsingen und Belp schon im Dezember übernehmen würde. Auch wenn Postauto noch vor Gericht klagt.

Bernmobil sticht Postauto aus – auch für die Übergangszeit?

Bernmobil sticht Postauto aus – auch für die Übergangszeit? Bild: Urs Baumann

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Bernmobil allein? Oder wie bisher Bernmobil und Postauto zusammen? Noch immer ist nicht klar, wer ab dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember die Linienbusse im Raum Münsingen und Belp fährt.

Das heisst, eigentlich haben der Bund und der Kanton festgelegt, dass auf dem 46 Kilometer langen Netz in Zukunft nur noch die roten Fahrzeuge von Bernmobil unterwegs sein sollen. Doch Postauto will sich nicht damit abfinden, im Wettbewerbsverfahren gegen Bernmobil den Kürzeren gezogen zu haben, und hat das Bundesverwaltungsgericht angerufen. Wann dieses den Fall berät, ist offen.

Für die Zeit bis dahin muss das Bundesamt für Verkehr (BAV) den provisorischen Betreiber für die Linie bestimmen. Das Gesetz sieht vor, dass dies neun Monate vor dem Fahrplanwechsel passieren muss. Davon jedenfalls gingen die beiden Busunternehmen aus – doch heute, da die Frist bereits um ist, stellt Gregor Saladin als BAV-Sprecher nur in Aussicht: Der Entscheid wird «in den nächsten Wochen» gefällt.

Saladin lässt immerhin durchblicken, dass das BAV die Verantwortung für die Linien schon in der Übergangszeit gern bei Bernmobil sähe. Er erinnert daran, dass das Stadtberner Verkehrsunternehmen den verlangten Fahrplan «deutlich günstiger» als Postauto anbietet, und er lässt durchblicken, dass Bund und Kanton möglichst rasch profitieren möchten.

Der Ball liege nun bei Bernmobil und dessen Verantwortlichen. Sie müssten die Frage beantworten, ob sie es noch schafften, das Netz bis Dezember zu übernehmen. Mit dem Risiko, es später zurückgeben zu müssen, sollte Postauto vor Gericht recht bekommen.

Die Zeit werde in der Tat «immer knapper», bestätigt Rolf Meyer bei Bernmobil. Er weist darauf hin, dass mit Blick auf die Übernahme noch Busse gekauft und Leute eingestellt werden müssen. Trotzdem: «Grundsätzlich möglich» sei es nach wie vor. (Berner Zeitung)

Erstellt: 21.03.2017, 06:04 Uhr

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