Ostermundigen

Aliki Panayides eröffnet den Wahlkampf

OstermundigenAliki Panayides kandidiert in Ostermundigen fürs Gemeindepräsidium. Ob die als Hardlinerin geltende SVP-Geschäftsführerin von den übrigen bürgerlichen Parteien unterstützt wird, ist offen.

Aliki Panayides: Die SVP-Mitglieder haben sie einstimmig nominiert.

Aliki Panayides: Die SVP-Mitglieder haben sie einstimmig nominiert. Bild: Urs Baumann

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Es war eine klare Sache. Einstimmig hat die Mitgliederversammlung der SVP Ostermundigen Aliki Panayides als Kandidatin für das Gemeindepräsidium nominiert. Sie soll Nachfolgerin von Christian Zahler (SP) werden, der am 25.November bei den Wahlen nicht mehr antritt.

Die 47-jährige Panayides verfüge über «breite politische Erfahrungen und gute Verbindungen auf allen Ebenen», schreibt ihre Partei in einer Mitteilung. Auch sei sie in der Lage, Krisen zu meistern, was sie bei der Bewältigung der Probleme im Sozialdepartement unter Beweis gestellt habe. Zur Erinnerung: Panayides trat vor vier Jahren in den Gemeinderat ein und übernahm das Ressort Soziales, nachdem sowohl ihre Vorgängerin wie auch der Abteilungsleiter kurzfristig ihren Sessel räumten. In der Folge sei es ihr gelungen, «im Sozialdepartement einen geordneten Betrieb wiederherzustellen», sagt Panayides rückblickend. Heute steht sie dem Ressort Öffentliche Sicherheit vor.

«Gute Chancen»

Aliki Panayides ist promovierte Archäologin mit Nachdiplom in Europa- und Wirtschaftsrecht. In den letzten sechs Jahren wurde sie als Geschäftsführerin der SVP Kanton Bern bekannt. Nun will sie das Ostermundiger Gemeindepräsidium in bürgerliche Hand zurückholen; Christian Zahlers Vorgänger Theo Weber war ebenfalls in der SVP.

Ihre Erfolgsaussichten seien im Moment schwer abzuschätzen, sagt Panayides. «Klar ist aber, dass ich nicht zum Spass antrete.» Ähnlich tönt es bei SVP-Parteipräsident Markus Truog. «Mit Aliki Panayides haben wir gute Chancen», sagt er. Mitentscheidend werde sein, wen die SP ins Rennen schicke. So oder so hofft Truog, dass sich die bürgerlichen Kräfte auf eine gemeinsame Kandidatur – jene von Panayides – einigen werden. Mit der FDP hat bereits ein Gespräch stattgefunden, mit dem Forum ist eines geplant.

Bürgerliche warten ab

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Aliki Panayides am Zürcher Flügel der SVP politisiert. Auf bürgerlicher Seite gebe es mehrere Leute, die sich daran störten, sagt FDP-Präsident Beat Leumann. Deshalb prüfe seine Partei derzeit mehrere Optionen – unter anderem eine eigene FDP-Kandidatur. Ein Entscheid soll spätestens an der Hauptversammlung im April fallen.

Und was tut das Forum, das bei den letzten Parlamentswahlen immerhin am drittmeisten Stimmen erzielte? «Wir werden allen Kandidierenden einen Fragebogen zusenden», sagt Forum-Präsident Michael Meienhofer. «Anhand der Antworten werden wir uns dann für jene Person entscheiden, die am besten zu uns passt.» Eine eigene Kandidatur für das Gemeindepräsidium komme ebenso wenig infrage wie eine Listenverbindung. «Denn wir wollen unabhängig bleiben», so Meienhofer.

Und die anderen?

Sicher in den Kampf um das Gemeindepräsidium eingreifen werden die Sozialdemokraten. Sie werden am 17.Februar ihre Kandidatin oder ihren Kandidaten nominieren. Zur Auswahl stehen Regula Unteregger und Norbert Riesen. Die Grünen dagegen werden auf eine eigene Kandidatur fürs Gemeindepräsidium verzichten.

Die EVP will sich noch nicht festlegen und wartet ab, «wen die SP ins Rennen schickt», so Präsidentin Theres Pulfer. Auch die CVP wird sich ihre Meinung erst noch bilden. Sicher nicht als Gemeindepräsident kandidieren wird CVP-Gemeinderat Synes Ernst. «Wäre ich 10 Jahre jünger, würde ich mir das ernsthaft überlegen», sagt er. Doch heuer werde er 65, und gemäss Gemeindeordnung darf der Ostermundiger Gemeindepräsident nicht im AHV-Alter sein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.02.2012, 06:18 Uhr

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