Religionen laden zum Fest

Bern

Am Sonntag werden das Haus der Religionen und der Europaplatz in Bern eröffnet. Nicht alle Sakralräume werden bis dann fertig sein.

Von aussen bereits fertig: Im Innern des Hauses der Religionen wird noch gearbeitet. Am Eröffnungsfest diesen Sonntag werden aber alle Sakralräume für die Besucher zugänglich sein.

Von aussen bereits fertig: Im Innern des Hauses der Religionen wird noch gearbeitet. Am Eröffnungsfest diesen Sonntag werden aber alle Sakralräume für die Besucher zugänglich sein.

(Bild: Stefan Anderegg)

Auf dem Dach des neuen Gebäudes steht eine farbige Hinduskulptur, Leute schieben ihre Einkaufswagen Richtung Coop und Denner, und die Haltestelle wird im Tram bereits mit Europaplatz angesagt. In Bern Ausserholligen scheint alles bereit für das Eröffnungsfest. Am Sonntag werden dort das Haus der Religionen sowie der Europaplatz offiziell eröffnet. Tempel und Moschee sind noch nicht ganz fertig

Von aussen sieht das Haus der Religionen fertig aus, die dort angesiedelten Detailhändler locken bereits mit Sonderangeboten. Im Innern des Gebäudes wird aber noch mit Hochdruck gearbeitet: Elektriker montieren Lichtschalter, Arbeiter studieren Baupläne, und im Hindutempel sowie in der Moschee stehen Baugerüste. Die fünf Religionsgemeinschaften im Haus waren selber für den Innenausbau von Moschee, Hindutempel, Kirche, Dergâh und Buddhistischem Zentrum verantwortlich. Die Moslems, Hindus, Christen, Alawiten und Buddhisten haben ihre Räume selber gestaltet.

«Der Hindutempel und die Moschee werden am Sonntag noch nicht ganz fertig sein», sagt David Leutwyler, Geschäftsführer des Hauses. Für die Besucher des Eröffnungsfestes hat er aber eine gute Nachricht: «Es werden alle Räume zugänglich sein.» Noch bis am Samstagabend wird im Haus weitergearbeitet. Das Haus, in dem der Dialog der Religionen und Kulturen gefördert werden soll, kostete 10 Millionen Franken. Finanziert wurde es von Privaten, Stiftungen, der Burgergemeinde und mit Darlehen von Kirchgemeinden. Der Kanton zahlte 2,2 Millionen Franken. Der Neubau war nur möglich, weil er mit einem kommerziell genutzten Gebäude gekoppelt ist. Zu der Überbauung Europaplatz gehören darum auch Wohnungen, Läden, Büros, Restaurants und Detailhändler. Die Gesamtkosten des Projekts, welches von der Halter AG entwickelt und realisierten wurde, belaufen sich auf 75 Millionen Franken.

Der offizielle Eröffnungsakt auf dem Europaplatz startet um 11.15 Uhr. Am Nachmittag gibt es unter anderem tamilische und indonesische Tänze sowie Konzerte zu sehen. Während des ganzen Tages können Gerichte aus aller Welt gekostet werden. Das Haus der Religionen wird um 10 Uhr eingeweiht. Ab 12 Uhr können die verschiedenen Sakralräume besichtigt werden. Ganztags finden auch geführte Rundgänge statt. Beide Feste dauern bis 17 Uhr und sind kostenlos.

Programm: www.haus-der-religionen.ch, www.europaplatz-bern.ch

Berner Zeitung

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