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90'000 Franken für Petrys Nicht-Auftritt

AfD-Vorsitzende Frauke Petry sollte in Bern eine Gastrede bei einer Auns-Veranstaltung halten. Doch das linksautonome Lager wehrte sich. Sie sprach dann in Interlaken. Jetzt schickt die Auns der Stadt Bern eine Rechnung für Mehrkosten.

Frauke Petry an der Auns-Veranstaltung in Interlaken letzten April.
Frauke Petry an der Auns-Veranstaltung in Interlaken letzten April.
Keystone

90'000 Franken soll es kosten, dass Frauke Petry, die Vorsitzende der umstrittenen Partei Alternative für Deutschland (AfD), letztlich im Mystery Park in Interlaken ihre Rede hielt und nicht im Hotel National in Bern.

Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) hatte Petry eingeladen im April in der Bundesstadt eine Gastrede zu halten. Doch Widerstand und vor allem Drohungen von linksautonomer Seite verhinderten dies.

Wie der «Bund» am Mittwoch schreibt, bekommt die Stadt Bern nun ihre Rechnung dafür präsentiert. Wie Auns-Geschäftsführer Walter Gartenmann gegenüber der Zeitung sagt, wolle er die Summe von 90'000 Franken der Stadt noch in dieser Woche in Rechnung stellen.

Wie die Auns auf diesen Betrag kommt, ist auf einem Begleitbrief aufgelistet. Vor allem der Versand von Einladungen und Mehrkosten für erhöhte Sicherheit schlagen zu Buche. Weil die Stadt der Auns «nicht den Rücken gestärkt» habe, wolle man nun eine «Reaktion sehen». Auch eine Schadensersatzklage schliesst Gartenmann nicht völlig aus.

Wenig Chancen

Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) erwähnt gegenüber dem «Bund», dass die Versammlung in Bern in keiner Form verboten worden sei. Nicht die Stadt Bern, sondern die Auns selber habe entschieden, Frauke Petry nicht in Bern, sondern in Interlaken sprechen zu lassen. Zudem habe auch das Hotel National letztlich abgewunken - wegen den massiven Drohungen.

Pierre Tschannen, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern, glaubt nicht an eine «allzu grosse Chance» für die Auns mit einer möglichen Klage durchzukommen, wie er in dem Artikel sagt. Da in diesem Fall keine ersichtliche Pflichtverletzung der Stadt vorliege.

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