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6 Verletzte bei Schlägerei in Asylzentrum

Rund um das Asylzentrum in Riggisberg kam es in der Nacht auf Dienstag zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren Bewohnern. Dabei wurden fünf Männer und eine Frau verletzt. Ermittlungen laufen.

Am Mittwoch (3.9.3024) herrschte wieder Ruhe beim Asylzentrum Riggisberg. Die zerschlagenen Fenster sind mit Brettern notdürftig geflickt.
Am Mittwoch (3.9.3024) herrschte wieder Ruhe beim Asylzentrum Riggisberg. Die zerschlagenen Fenster sind mit Brettern notdürftig geflickt.
Urs Baumann
Im Vorfeld wurden den Riggisbergern asylsuchende Familien mit Kindern versprochen -  gekommen sind mehrheitlich junge Männer, die bereits andernorts negativ aufgefallen sind.
Im Vorfeld wurden den Riggisbergern asylsuchende Familien mit Kindern versprochen - gekommen sind mehrheitlich junge Männer, die bereits andernorts negativ aufgefallen sind.
Urs Baumann
Dabei wurden sechs Personen verletzt und sechs Personen wurden angehalten.
Dabei wurden sechs Personen verletzt und sechs Personen wurden angehalten.
Leserreporter
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Die Nacht auf Dienstag war keine ruhige im Durchgangszentrum Riggisberg. Die Polizei musste mit einem Grossaufgebot ausrücken, wie Ramona Mock, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern gegenüber Redaktion Tamedia bestätigt.

Gegen 20.40 sei eine Meldung einer Auseinandersetzung in Riggisberg eingegangen, schreibt die Kantonspolizei Bern und die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland in einer Medienmitteilung von Dienstagnachmittag. Mit mehreren Patrouillen sei sie daraufhin ausgerückt und vor Ort auf sechs verletzte Personen getroffen.

Sechs Verletzte – sechs Festnahmen

Vier Personen hätten mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden müssen. Zwei Personen, darunter ein Zentrumsbetreuer, gelangten selbständig in ärztliche Kontrolle. Zudem seien sechs Bewohner vorläufig festgenommen worden.

Dem Vorfall sei laut ersten Erkenntnissen eine Streitigkeit zwischen einzelnen Personen vorausgegangen. Diese habe sich in der Folge auf mehrere Dutzend Asylsuchende ausgeweitet.

Sowohl im Innern als auch im Aussenbereich des Durchgangszentrums sei es zu tätlichen Auseinandersetzungen gekommen. Auch das Gebäude nahm laut Polizeiangaben Schaden.

Ermittlungen im Gange

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat die Kantonspolizei Ermittlungen aufgenommen, die zeigen sollen, wie es zur Auseinandersetzung und in welcher Form es zu Gewaltanwendungen kam.

Vizegemeindepräsident Michael Bürki (SVP) war selbst anwesend und wurde Zeuge einer «grossen Schlägerei», die drinnen begonnen und sich dann nach aussen verlagert habe. Steine seien geflogen, Scheiben in Bruch gegangen. Verletzte Personen hätten hospitalisiert werden müssen.

Gemeinde beauftragt Sicherheitsdienst

Anlässlich der Auseinandersetzungen rund um das Durchganszentrum in Riggisberg hat der Gemeinderat beschlossen, per sofort einen privaten Sicherheitsdienst einzusetzen. Das teilte die Gemeinde am Dienstagnachmittag mit.

Der Sicherheitsdienst soll der nachts rund um das Durchgangszentrum patrouillieren. Damit wolle die Gemeinde zeigen, dass gehandelt werde, erklärt Vize-Gemeindepräsident Bürki gegenüber 20 Minuten.

Streit wegen Betten

Mehrere Augenzeugen berichten, dass sich der Streit um die Betten drehte. In der Anlage gibt es 100 überirdische und 50 unterirdische Schlafplätze. Neu angekommene Asylsuchende hätten den Bewohnern im oberen Teil die Betten streitig gemacht, sagen Anwohner.

Bürki will diesen Sachverhalt allerdings nicht bestätigen. «Warum es zum Streit kam, wissen wir noch nicht.» Die involvierten Personen würden heute befragt.

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