Mittelhäusern

25-jähriges Hochsicherheitslabor wird saniert

MittelhäusernDie Anlage des Instituts für Virologie und Immunologie in Mittelhäusern braucht eine Sanierung. Damit soll das Labor den Sicherheitsanforderungen auch in Zukunft genügen.

In Institut für Virologie und ­Immunologie (IVI) in Mittelhäusern werden hochansteckende Tierseuchen wie die Vogelgrippe, die Maul- und Klauenseuche oder die Schweinepest diagnostiziert und erforscht. (Symbolbild)

In Institut für Virologie und ­Immunologie (IVI) in Mittelhäusern werden hochansteckende Tierseuchen wie die Vogelgrippe, die Maul- und Klauenseuche oder die Schweinepest diagnostiziert und erforscht. (Symbolbild) Bild: Keystone

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Das Institut für Virologie und ­Immunologie (IVI) in Mittelhäusern ist das einzige Hochsicherheitslabor der Schweiz. Seit 1992 ist die Anlage im Dauerbetrieb. Diese 25 Jahre sind nicht spurlos am Institut vorbeigegangen. Viele Anlagen sind technisch überholt und stehen am Ende ihrer Lebenserwartung.

Höchste Sicherheitsstufe

In diesem Hochsicherheitstrakt werden hochansteckende Tierseuchen wie die Vogelgrippe, die Maul- und Klauenseuche oder die Schweinepest diagnostiziert und erforscht. Zudem untersucht das Institut die Entstehung neuer Tierkrankheiten und deren Potenzial für die Übertragung auf den Menschen. Beispiels­weise haben Forscher im letzten Herbst herausgefunden, dass ein menschlicher Erkältungsvirus von den Kamelen abstammt. In den Labors muss dafür die ­höchste Sicherheitsstufe gewährleistet sein. Damit dies auch in den kommenden Jahren der Fall bleibt, wird das gesamte Institut saniert.

Für die Erneuerung hat das ­nationale Parlament einen Kredit von 35,2 Millionen Franken genehmigt. Diverse technische Anlagen und sämtliche Steuerungen müssen ersetzt werden. Zudem wird die Gebäudefassade im Innern renoviert.

Platzmangel beheben

Das bestehende Gebäude wird durch einen Neubau erweitert. Dieser soll die regulären Arbeitsbereiche und jene mit erhöhten Sicherheitsanforderungen besser trennen, teilt das Bundesamt für Bauten und Logistik mit. Im Neubau werden Büros, Sitzungszimmer und der Aufenthaltsraum des Instituts untergebracht. Zusätzliche Stellen werden nicht geschaffen. Den rund 70 Mitarbeitern steht dann mehr Arbeitsplatz zu Verfügung.

Der Baubeginn ist für den kommenden April geplant, es laufen bereits Vorbereitungen. Während der Bauphase wird es für die Mitarbeiter Einschränkungen geben. Der Betrieb kann aber aufrechterhalten werden. So sind die Labors im Falle eines Seuchenausbruchs einsatzbereit. Voraussichtlich 2020 wird das Institut wieder im Normalbetrieb laufen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 16.01.2017, 09:06 Uhr

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