2020 soll wieder ein Stadtfest steigen

Bern

Der Verein «Berner Stadtfest» möchte übernächsten Juni ein drei­tägiges Stadtfest durchführen. Bespielt werden sollen die obere und die untere Altstadt.

Legen sich für das Stadtfest ins Zeug: Mario ­Imhof, Bernhard Eicher, Aline ­Trede und Ralph Ammann (v. l.).

Legen sich für das Stadtfest ins Zeug: Mario ­Imhof, Bernhard Eicher, Aline ­Trede und Ralph Ammann (v. l.).

(Bild: Nicole Philipp)

Nach 25 Jahren fand 2016 wieder ein Stadtfest statt. «Wir möchten nicht, dass wir wieder 25 Jahre warten müssen», sagte FDP-Stadtrat Bernhard Eicher, Präsident des Vereins «Berner Stadtfest». Andere Schweizer Städte würden jedes Jahr ein Fest organisieren. «Das können wir in Bern auch», meinte Eicher.

Das Konzept wurde am Donnerstag den Medien vorgestellt. Das dreitägige Fest soll vom 26. bis 28. Juni 2020 durchgeführt werden, und zwar im Gebiet obere und untere Altstadt. Vier Plätze spielen dabei eine besondere Rolle: Auf dem Bundesplatz präsentieren sich die Kantone, es sollen Kunst, Musik und Unterhaltung aus den verschiedenen Schweizer (Sprach-)Regionen geboten werden.

Ebenfalls für Kunst und Musik, aber aus den Berner Quartieren, ist der Waisenhausplatz vorgesehen. Auf dem Münsterplatz präsentieren sich die Berner Jugend- und Sportvereine. Der Rathausplatz schliesslich ist für politische Aktivitäten vorgesehen, nicht nur für Debatten, sondern auch für Vorlesungen und Polit Slams.

Die Gassen der Altstadt stehen laut Eicher für Ideen des lokalen Gewerbes und der lokalen Kunstschaffenden zur Verfügung. Der Verein möchte das Fest nach Möglichkeit auch auf das Gebiet an der Aare ausweiten, insbesondere Schwellenmätteli, Marzili, die Areale Dampfzentrale und Gaswerk. Die Initianten können sich zudem vorstellen, dass beispielsweise die Museen rund um den Helvetiaplatz ergänzende Aktivitäten organisieren.

Privat finanziert

Die Finanzierung des Stadtfestes – es wird mit Gesamtkosten von 1,5 Million Franken gerechnet – soll grundsätzlich durch private Beiträge geleistet werden. Der Verein hat beim Berner Gemeinderat aber eine Gebührenbefreiung für die Platzmieten beantragt. Die Stadtberner Regierung hat sich gestern dazu bereit erklärt und will dem Stadtrat beantragen, die Gebühren von rund 510 000 Franken zu erlassen.

«Andere Schweizer Städte organisieren jedes Jahr ein Fest. Das können wir in Bern auch.»Bernhard EicherPräsident Stadtfest-Verein

Der Gemeinderat unterstütze das Stadtfest ideell, er hat Stadtpräsident Alec von Graffenried in den Beirat entsandt. Eine finanzielle Beteiligung der Stadt Bern sei aber nicht vorgesehen. Die Stadtfest-Initianten selbst sind überzeugt, dass sie die nötigen Gelder zusammenbringen können. Es habe bereits vielversprechende Gespräche mit Sponsoren gegeben.

Breit abgestützt

Nebst Präsident Bernhard Eicher gehören dem Verein «Berner Stadtfest» an: Nationalrätin Aline Trede (Grüne), die ehemaligen Stadträte Mario Imhof (FDP) und Martin Schneider (BDP) sowie Ralph Ammann, CEO der Network4Events AG. Neu beigetreten ist zudem Bern Welcome. Dem Beirat gehören nebst Stadtpräsident von Graffenried wei­tere Persönlichkeiten an, unter anderem Burgergemeindepräsident Bernhard Ludwig.

Kreative Leute gesucht

Den Organisatoren ist es wichtig, dass das Festprogramm nicht zentral von einer Handvoll OK-Mitgliedern festgelegt wird. «Wir wollen primär die Infrastruktur zur Verfügung stellen», so Bernhard Eicher. Bei der Organisation sollen sich «viele kreative Bernerinnen und Berner einbringen».

Weil das Fest alle Menschen in der Stadt ansprechen will, sollten möglichst viele Vereine, Institutionen und Quartierorganisationen mitmachen. Der Zugang zum Stadtfest müsse zudem für alle Bevölkerungsschichten möglich sein, es dürften keine Eintrittspreise verlangt werden.

Berner Zeitung

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