160 Hektaren Land neu verteilt

Gammen

Mit der Landumlegung wurden aus 300 Parzellen 144. Diese können von den Bauern einfacher bewirtschaftet werden.

Das Land um Gammen ist neu verteilt: Bruno Kiener (links) und Ueli Rohrbach bei der gestrigen Feierstunde.

Das Land um Gammen ist neu verteilt: Bruno Kiener (links) und Ueli Rohrbach bei der gestrigen Feierstunde.

(Bild: Stefan Anderegg)

«Wir feiern einen historischen Schritt», sagte gestern Ueli Rohrbach. Der Präsident der Land­umlegungsgenossenschaft ist zufrieden, dass 160 Hektaren ­Landwirtschaftsland in und um ­Gammen (Gemeinde Ferenbalm) neu verteilt werden konnten. Viele kleine, weitherum verstreute Grundstücke wurden zu gut erschlossenen Bewirtschaftungseinheiten. Das heisst in Zahlen: Aus 300 kleinen Parzellen wurden 144, die von 61 Eigentümern bewirtschaftet werden. Mit den grösseren Parzellen reduzieren sich weite Anfahrtsstrecken für die Bewirtschaftung. Im Frühling werden zudem noch fast 6 Kilometer Flurwege entweder saniert oder neu gebaut.

2600 Franken pro Hektare

Die Kosten für die Landumlegung werden auf rund 1,4 Millionen Franken geschätzt. Nach Abzug der Beiträge von Bund, Kanton und Gemeinde verbleiben noch rund 2600 Franken Kosten pro Hektare für die Eigentümer.

Der Entscheid für die Landumlegung im Jahr 2012 sei ein erster Meilenstein gewesen, sagte Bruno Kiener, Vermessungsingenieur des Büros BBP Geomatik AG aus Liebefeld. «Der zweite Meilenstein ist heute, wo das neue Land angetreten wird», sagte Kiener weiter. Er zeigte Verständnis für Bauern, die vielleicht Mühe haben, sich von Parzellen zu trennen, die schon von den Vorfahren bewirtschaftet wurden. Aber die Landumlegung sei, trotz einiger harter Auseinandersetzungen, grundsätzlich respektvoll über die Bühne gegangen. Deshalb sei man im Zeitplan, obschon eine Erweiterung des Perimeters das Projekt verzögerte.

«Es kam gut»

«Ich bin überzeugt, dass es gut kommt», hatte Ueli Rohrbach beim Start der Landumlegung gesagt. Gestern stellte er fest, «dass sich die Arbeit gelohnt hat und alles gut kommt». Fehlen noch die Einträge im Grundbuch und das Umsetzen der ökologischen Massnahmen. Letztere werden unter Umständen auch Folgen für die nicht bäuerlichen Einwohner von Gammen haben, wenn beispielsweise plötzlich nächtliche Froschkonzerte stattfinden. Aber noch ist es ruhig im Dörfchen.

Bei der gestrigen Feier in einer Scheune mitten im Dorf wurden Züpfe aus dem Ofenhaus, Wurst und Käse serviert. Und bei etwas über null Grad prosteten sich Bauern, Ingenieure und Vertreter des Kantons mit kühlem Weissen zu.

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