142 Parkplätze auf der «Schütz» verschwinden

Bern

Am Montagmorgen sind leichte Baumaschinen bei der Berner Schützenmatte aufgefahren. Die Arbeiten zur Umgestaltung des Platzes haben begonnen.

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Stefan Schnyder@schnyderlopez

Die Schützenmatte ist seit heute nicht mehr vorwiegend ein Parkplatz. Am Montagmorgen liess die Stadt Bern dort leichte Baumaschinen auffahren, um die Markierungen der Parkfelder wegzuschleifen. Durch die Neugestaltung des Schützenmatte-Areals werden 142 Parkplätze verschwinden.

Die Planung der Stadt sieht vor, dass der Platz am 4. August, am Tag der Eröffnung des Neustadt-Labs, der Bevölkerung wieder zur Verfügung steht. Beim Neustadt-Lab handelt es sich um einen «kollektiven und partizipativen Kunst- und Kulturraum». Dazu gehören Angebote wie Bars, Workshops, Ausstellungen, Veranstaltungen, Konzerte, Aufführungen sowie Reparatur- und andere Werkstätten.

Das Neustadt-Lab dauert bis zum 30. September 2018. In dieser Zeit gilt auf dem gesamten Platz ein Parkverbot. Nach Ende des Neustadt-Labs startet die voraussichtlich dreijährige Zwischennutzung, die auf zwei Dritteln der Schützenmatte kulturelle Nutzungen und temporäre Projekte vorsieht.

Keine Parkplätze für Private mehr

Die restliche Fläche der Schützenmatte wird ab dem 1. Oktober als Parkplatz für Fahrzeuge von Handwerkern und Marktleuten sowie für Reisecars und Taxis zur Verfügung stehen. Dies hatte die städtische Baudirektorin Ursula Wyss (SP) dem Gewerbe nach zähen Verhandlungen und langen Diskussionen zugestanden.

Der städtische Gewerbeverband hatte sich mit Einsprachen gegen das Projekt gewehrt. Der Gewerbeverband sprach Mitte Januar, als die Einigung vorgestellt wurde, von einem Kompromiss. Von Zufriedenheit könne aber keine Rede sein, hielt der Verband damals fest.

Die Nutzung von einem Drittel des Areals als Gewerbeparkplatz soll während drei Jahren so gelten. Wie es danach weitergeht, ist offen. Eine Begleitgruppe wird dem Gemeinderat nach Ablauf der dreijährigen Versuchsphase Vorschläge zum weiteren Vorgehen unterbreiten. Dabei wird sie sich auf ein Monitoring stützen, das nach zwei Betriebsjahren erstellt wird.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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