140 Flüchtlinge starten am GP

Bern

«Sports Unite», so heisst ein Berner Projekt, das mithilfe eines Crowdfundings Asylsuchenden ein gemeinschaftliches Erlebnis am Grand Prix von Bern ermöglichen will.

Sport verbindet: Asylbewerber beim Lauftraining für den Grand Prix Bern.

Sport verbindet: Asylbewerber beim Lauftraining für den Grand Prix Bern.

(Bild: zvg)

Gemeinsame Erlebnisse, etwa im Sportverein, fördern den Zusammenhalt und die Integration. Dieser Ansicht sind die Initianten von «Sports Unite», einem Gemeinschaftsprojekt des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH Bern, der Universität Bern und des Inselspitals mit Unterstützung von Caritas. Sie möchten 140 Flüchtlingen eine Teilnahme am Grand Prix von Bern ermöglichen.

Spendenziel: 10'000 Franken

Bereits haben gemeinsame Lauftrainings stattgefunden: So dürfen Asylsuchende etwa kostenlos bei den Trainings des Stadtturnvereins Bern (STB) mitmachen. Doch ein Start am GP erfordert die richtige Ausrüstung und ein Startgeld: Mit einem Crowdfunding auf der Homepage I care for you sollen 10'000 Franken gesammelt werden – knapp 9000 sind es bereits. Für die letzten zehn Prozent bleiben noch drei Tage, sprich: bis Donnerstag.

Wegen des nahenden Endes der Frist – schliesslich findet der GP am 14. Mai statt – hat «Sports Unite» am Montag einen Aufruf gestartet. In der Mitteilung wird das Projekt ausserdem mit einer wissenschaftlichen Studie begründet, derzufolge «Menschen aus dem Ausland und solche mit unterdurchschnittlichen Einkommen weniger Sport treiben als Bessergestellte und Einheimische.»

Mit über 32'300 Anmeldungen steht bereits jetzt fest, dass der GP Bern in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnet. Vielleicht tragen ja die 140 Flüchtlinge ihren Teil dazu bei.

mb

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt