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Hundert zusätzliche Asylplätze in Zollikofen

Im Mai werden rund 100 Asylsuchende in eine Kollektivunterkunft an der Birkenstrasse in Zollikofen einziehen. Das Haus in einem Wohnquartier ist in Privatbesitz.

hrh
An der Birkenstrasse in Zollikofen ziehen ab Mai Asylsuchende ein.
An der Birkenstrasse in Zollikofen ziehen ab Mai Asylsuchende ein.
Screenshot Google Maps

Das Gebäude an der Birkenstrasse 15 in Zollikofen steht in einem Wohnquartier nahe der Bernstrasse. Bis vor kurzem war darin die Firma Geotest ansässig. Wie der Gemeinderat mitteilt, wird dort im Mai eine Kollektivunterkunft für Asylsuchende eröffnet. «Die Liegenschaft wurde dem Kanton vom Besitzer angeboten», sagt Gemeindepräsident Daniel Bichsel. Auf Anfrage der Polizei- und Militärdirektion habe der Gemeinderat das Vorhaben unterstützt.

Es sollen rund 100 Personen einziehen, laut Bichsel «vorzugsweise Familien». Betreuen wird sie die Heilsarmee-Flüchtlingshilfe. Ist die Unterkunft im Wohnquartier nicht problematisch? «Jeder Standort hat Vor- und Nachteile», sagt Bichsel. Die Gepflogenheiten der hiesigen Bevölkerung müssten den Asylsuchenden nähergebracht werden, und die Hausordnung müsse den örtlichen Gegebenheiten angepasst sein. «Der Gemeinderat ist überzeugt, dass bei der Bevölkerung genügend Verständnis und Toleranz vorhanden sind.»

Schon die zweite Unterkunft

Bevor die Flüchtlinge einziehen, sind im dreistöckigen Altbau Umbauten nötig: eine Küche, sanitäre Einrichtungen, Brandschutzmassnahmen. «Dafür ist ein ­Baubewilligungsverfahren erforderlich», so Bichsel. Die Unterkunft ist eine Zwischennutzung. Der Liegenschaftsbesitzer wolle anstelle des Hauses einen Neubau erstellen, nachdem die revidierte Ortsplanung in Kraft getreten sei, sagt Bichsel. Das werde etwa Ende 2018 der Fall sein.

In Zollikofen existiert seit vielen Jahren eine Unterkunft für Asylbewerber: am Dorfrand an der Bernstrasse 3. Vor kurzem gab es im Parlament eine Anfrage, ob die Gemeinde nicht zusätzlich Flüchtlinge aufnehmen könne. Die Gemeinde besitze keine geeigneten Räume, sagte Bichsel damals. Wenn sich ein Angebot ergebe, werde es der Gemeinderat aber prüfen.

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