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1. Mai-Umzug: «Sie basteln an ihrer Revolution»

Am Tag der Arbeit haben ungefähr 500 Personen an einem Umzug durch die Stadt Bern teilgenommen. SP-Nationalrat Corrado Pardini sprach auf dem Bundesplatz von einem «geplanten Umsturz in der Schweiz».

Am 1. Mai hat im Rahmen des Tags der Arbeit ein Umzug durch die Stadt Bern stattgefunden.
Am 1. Mai hat im Rahmen des Tags der Arbeit ein Umzug durch die Stadt Bern stattgefunden.
Stefan Häberli
Angeführt wurde der Umzug unter anderem durch den SP-Nationalrat Corrado Pardini (vierter v.l.) sowie Regula Rytz, Co-Präsidentin der Grünen (fünfte v.l.).
Angeführt wurde der Umzug unter anderem durch den SP-Nationalrat Corrado Pardini (vierter v.l.) sowie Regula Rytz, Co-Präsidentin der Grünen (fünfte v.l.).
Stefan Häberli
Nach dem Umzug versammelten sich die Menschen auf dem Bundesplatz, wo mehrere Reden gehalten wurden.
Nach dem Umzug versammelten sich die Menschen auf dem Bundesplatz, wo mehrere Reden gehalten wurden.
Stefan Häberli
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Etwa 500 Menschen haben sich im strömenden Regen am 1.-Mai-Umzug in Bern beteiligt. Der Umzug gipfelte mit Reden von Politikern auf dem Bundesplatz. So sprach SP-Nationalrat Corrado Pardini von einem «geplanten Umsturz in der Schweiz».

«Klammheimlich basteln sie schon seit Monaten an ihrer Revolution», sagte der Chef des bernischen Gewerkschaftsbundes Pardini. «Da drüben, im Bundeshaus, bei SVP und FDP. Hinter mir, in der Nationalbank. Und in Zürich, am Paradeplatz und an der Hegibachstrasse bei der Economiesuisse.»

Botschaftsasyl wieder einführen

Das Programm heisse «Projekt Rückschritt». Angestrebt würden unter anderem ein Abbau der AHV, die Zerstörung des Service public, Privatisierungen, Lohnsenkungen, längere Arbeitszeiten und der Rauswurf der SP aus dem Bundesrat. «Wir können den Umsturz bei den Wahlen im Oktober verhindern», forderte Pardini.

Auch die Nationalrätin Regula Rytz, Co-Präsidentin der Grünen hielt eine Rede. Sie prangerte die Abschottungspolitik Europas gegenüber Flüchtlingen an. Die Schweiz müsse das Botschaftsasyl wieder einführen, denn dies sei «der einzige legale Weg in die Sicherheit». Das Land müsse auch mehr Nothilfe leisten und mehr Flüchtlinge aufnehmen.

Kritik an Sparpakete

Gegen den «Sparwahn» in Stadt und Kanton Bern wandte sich die bernische SP-Grossrätin Béatrice Stucki. Die hohen Überschüsse in den Jahresrechnungen 2014 «sind zwar nett, aber vor dem Hintergrund der extremen Sparpakete der letzten Jahre können wir uns nur empören.» Auf dem Buckel von Kindern, Familien und sozial Schwachen sei eine schmerzhafte Abbaupolitik betrieben worden.

(SDA)

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