Zum Hauptinhalt springen

«& Söhne» serviert doch Fleisch - und Knochen

Was kommt raus, wenn ein Koch im Service arbeitet und die Marketingplanerin in der Küche steht und der ehemalige Sous-Soul-Manager mitmischt? Ein neues Restaurant namens «& Söhne».

Thomas Enzen, Karen Cotting und Leïla Fürbringer öffnen am Freitag ihr Restaurant «& Söhne» an der Länggassstrasse 43.
Thomas Enzen, Karen Cotting und Leïla Fürbringer öffnen am Freitag ihr Restaurant «& Söhne» an der Länggassstrasse 43.
Claudia Salzmann
Wo es bis Ende September nach Indischen Currys roch, wird ab sofort auf vegetarische Küche gesetzt. Neben Thomas Enzen und einem ehemaligen Mahamaya-Mitarbeiter werden auch Studenten als Aushilfen arbeiten. Sobald das Team eingespielt ist, wolle man auch Ausbildungsplätze anbieten.
Wo es bis Ende September nach Indischen Currys roch, wird ab sofort auf vegetarische Küche gesetzt. Neben Thomas Enzen und einem ehemaligen Mahamaya-Mitarbeiter werden auch Studenten als Aushilfen arbeiten. Sobald das Team eingespielt ist, wolle man auch Ausbildungsplätze anbieten.
Claudia Salzmann
«& Söhne» erinnert an alte Zeiten, als viele Unternehmen diesen Zusatz in ihren Namen integriert hatten.
«& Söhne» erinnert an alte Zeiten, als viele Unternehmen diesen Zusatz in ihren Namen integriert hatten.
Claudia Salzmann
1 / 6

Wo bis Anfangs September das Restaurant Mahamaya war, feiert am Freitag das Restaurant «& Söhne» seine Eröffnung. Die indische Dekoration ist (fast) weg, dafür locken mit Kunst behängte Wände, schöne Holztische, viel Licht und Designerstühle ins neue Lokal.

Der Name «& Söhne» sei eine Hommage an alte Zeiten, als noch viele Firmen diesen Zusatz trugen. «Es soll andeuten, dass das Mahamaya weitergeht, aber anders», erklärt der 36-jährige Flo Eichenberger. Er führte bis Ende 2011 das Sous Soul in der Unteren Altstadt und seither war es tendenziell still um ihn. Die Idee, das «& Söhne» zu eröffnen, sei nach Gesprächen mit dem ehemaligen Mahamaya-Geschäftsführer entstanden.

Verkehrte Rollen

Mit Eichenberger an Bord und primär an der Front sind Thomas Enzen und Karen Cotting. Seit Anfang Woche ist das Lokal am Mittag offen und Cotting kocht gerade zwei Menüs und Suppe in rauen Mengen. «Wir wollen die vegetarische Küche vorantreiben», erklärt die 48-Jährige. Die ehemalige Marketingfrau stand in einigen Berner Küchen und sammelte so Kocherfahrung. Gelernter Koch und ausgebildeter Hotelier ist hingegen der 31-jährige Thomas Enzen. «Praktisch, wenn wir mal Not am Mann in der Küche haben», lacht Cotting.

Nicht nur Vegetarier, auch Flexitarier (Vegetarier, die regionales Biofleisch essen) werden hier satt: «Unser Fleisch kommt von der Metzgerei Cochon rose an der Länggassstrasse und wir verwerten es nach dem Prinzip Nose to tail», erklärt Cotting. Schliesslich bestehe das Tier nicht nur aus Filet, es dürfe auch mal einen Knochen dran haben. Während sie von ihren Kochvorhaben schwärmt, fallen Worte wie Bio, Schmorgerichte, Nonna, moderate Preise, saisonale Küche und slow food.

Bei Freunden zum «Znacht»

Abends gibt es Menüs à la Carte, gerne will der Gastgeber Enzen sein Esslokal als eine Tavolata führen: Die Gäste können die Menüs in Schüsseln bestellen, alles kommt in die Tischmitte und man bedient sich. «Als wäre man bei Freunden beim Essen», fasst Enzi zusammen.

Konzepttreu gehts auch mit dem Wein: Wer die Flasche nicht austrinkt, bezahlt nur die getrunkenen Anzahl Deziliter. Hahnenwasser gibt’s nicht nur am Mittag gratis, am Abend wird es kostenlos zum Wein serviert und kann vom Gast selbst nachgefüllt werden. Der Kaffee trägt das Adriano-Logo, das Offenbier ist Burgdorfer und als Alternative zu Coca Cola gibts die Premium-Cola.

Einweihung: Freitag, ab 21 Uhr bis 2 Uhr, ohne Stühle, dafür mit DJs.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch