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«... dann hätte ich mich umgebracht»

Nach einem positiven HIV-Test bricht alles zusammen. Das sagt ein «Heiler»-Opfer. Der Mann hat nach der Zeugenaussage mit dieser Zeitung über seine Emotionen gesprochen.

Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Im Berufungsprozess vor Obergericht gegen den selbsternannten «Heiler» von Bern hat der Staatsanwalt am 7. April eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren beantragt. Bei der Urteilsverkündung am 11. April folgte das Gericht dem Staatsanwalt.
Angela Zwahlen
Das Gericht erhöhte damit die Strafe der Vorinstanz: Das Regionalgericht hatte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Das Gericht erhöhte damit die Strafe der Vorinstanz: Das Regionalgericht hatte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 9 Monaten verurteilt.
Angela Zwahlen
Hier kam der Fall ins Rollen: Das Inselspital stiess bei Recherchen auf 18 HIV-Infizierte, welche Kontakt mit dem Heiler hatten.
Hier kam der Fall ins Rollen: Das Inselspital stiess bei Recherchen auf 18 HIV-Infizierte, welche Kontakt mit dem Heiler hatten.
Keystone
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Er ist 50 Jahre alt, selbstständig erwerbend, und er weiss seit 8 Jahren, dass er HIV-positiv ist. X.Y.* ist eines der 16 Opfer des «Heilers». Der ehemalige Spitzensportler hat mit Esoterik weder beruflich noch hobbymässig etwas am Hut, steht mit beiden Füssen am Boden.

Sein Fehler war – wie er sagt – dass er zur falschen Zeit beim falschen Lehrer Musikunterricht genommen hat. «Es hätte jeden treffen können.» X.Y. hat vor Gericht als Zeuge ausgesagt. Sachlich. Ausserhalb der Verhandlung hat er mit dieser Zeitung auch über Emotionen und Ängste gesprochen.

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