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Berghotel mit imposanter Aussicht

Schynige Platte13 Monate nach Baubeginn wurde gestern das um- und ausgebaute Berghotel eingeweiht. Die Berner-Oberland-Bahnen (BOB), zu denen die Schynige-Platte-Bahn gehört, haben 7,8 Millionen Franken investiert. Entstanden ist ein architektonisches Bijou.

In 2000 Meter Höhe, auf der Schynigen Platte, ist ein Berghaus entstanden, das sich durch eine moderne Architektur auszeichnet, die Altes und Neues hervorragend verbindet. Die Fassade des neuen Teils des Gebäudes besteht durchgehend aus Metall und Glas. Das Restaurant, der Selfservice-Bereich, die WC-Anlagen und die Küche wurden vollständig erneuert. Zudem wurde eine neue Terrasse gebaut, auf der 170 bediente Plätze zur Verfügung stehen, die eine uneingeschränkte Aussicht auf die gegenüberliegenden Bergriesen ermöglichen. Insgesamt wurde die Zahl der Sitzplätze um 200 auf 650 erhöht. Geplant wurden der grosszügige Umbau und die markante Erweiterung des Berghotels von der Atelier Marti Architekten AG aus Unterseen. Grosse HerausforderungAm 17.April 2010 erfolgte der Baustart auf der Schynigen Platte. Während der ganzen letzten Sommersaison blieb das Berghotel offen, wobei die Schutzmassnahmen zur Sicherheit der Gäste laufend den baulichen Begebenheiten angepasst wurden. Das Baumaterial wurde vorwiegend mit der Bahn hinaufbefördert. Vor allem während der Wintermonate kamen aber auch Helikopter zum Einsatz. Insgesamt waren 600 Rotationen nötig, um Material und Personal zu befördern. Mit einer Bauküche wurden 30 Arbeiter verpflegt. Das 80 Kubikmeter grosse Wasserreservoir war im Herbst gefüllt worden. Der Vorrat reichte bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 2000 Litern pro Tag aus. Wegen schlechten Wetters musste die Baustelle im Winter während 13 Tagen geschlossen werden. Rückblickend kann festgestellt werden: Das Bauen auf 2000 Metern Höhe bildete eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten. 5,5 Millionen eigene MittelDer Um- und Ausbau des Berghotels kostete 7,8 Millionen Franken. Günther Galli, BOB-Verwaltungsratspräsident, verriet den Einweihungsgästen, dass dafür 5,5 Millionen Franken zur Verfügung standen. «Berghotel und Bahn sind aufeinander angewiesen», sagte Galli, «wir sind überzeugt, dass von den Investitionen ins Hotel beide profitieren werden.» Mit Zahlen wartete auch Jungfraubahn-CEO Urs Kessler auf. Er erwähnte nicht nur die in den letzten Jahren stets gestiegenen Jahresgewinne des Unternehmens, sondern kam auch auf die Anfänge des Schynige-Platte-Berghotels zu sprechen. 1894 wurde das erste gebaut. Für 125000 Franken. 1998 brannte es ab, 1999 wurde es wieder aufgebaut. Und so blieb bis zum jetzigen Umbau mehr oder weniger bestehen. An der vom Alphornbläserduo Zobrist/Blatter und der Wilderswiler Kapelle Schwyzergruess umrahmten Einweihungsfeier gestern lobte Wolf-Dieter Deuschle, Vorsteher des Amtes für öffentlichen Verkehr des Kantons Bern, das Neugebaute. Gemeindepräsident Bernhard Seiler überbrachte die Grüsse der Gemeinde Gsteigwiler, auf dessen Boden nach einer Grenzbereinigung mit Gündlischwand das Berghotel steht. Als Geschenk brachte er eine Gemeindefahne mit. Peter Wenger, der Präsident des Alpengartens, lobte die gute Zusammenarbeit. Das Wirte-Ehepaar Thomas und Jasmin Willem sorgte für die kulinarische «Unterhaltung» der Gäste, die ein Pfund Iselter Alpkäse mit auf den Heimweg bekamen. Ueli Flück>

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