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Beim Club «Eleven» kanns jetzt richtig losgehen

«Uns steht jetzt, da wir die ordentliche Bewilligung haben, nichts mehr im Weg», freut sich der Geschäftsführer des Clubs «Eleven» an der Fabrikstrasse, Markus Mörler. Die Baukommission hat ihm grünes Licht für die Betriebsaufnahme gegeben.

Im Juni hatten die Veranstalter bei der Stadt ein Baugesuch für eine Nutzungserweiterung des Eventzentrums, wo bis dahin das 2nd Friday stattfand, eingereicht. Dabei ging es darum, anstatt nur 30 in Zukunft pro Jahr 70 Parties in der ehemaligen Fabrik steigen zu lassen. Weiter sollten die Räumlichkeiten umgebaut und aufgefrischt werden. Daraufhin gingen bei der Stadt fünf Einsprachen ein: Anwohner befürchteten mehr Dreck, Nachtruhestörung und Sachbeschädigungen. Die Baukommission hat die Einsprachen jetzt abgewiesen und das Baugesuch bewilligt.

Augenschein vor Ort

«Unter dem Vorbehalt, dass die Einsprachen ans Baudepartement weitergezogen werden, kann der Betrieb jetzt geführt werden», bestätigt der Leiter des Stadtbauamts, Werner Stebler, eine Medienmitteilung von gestern.

Die Stadt hatte vorgängig fünf Testanlässe bewilligt, um das Eleven genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Mitglieder der Baukommission und Mitarbeiter des Stadtbauamtes haben Augenscheine genommen, den Betrieb begleitet und der Baukommission Bericht erstattet. Zudem wurden von der Stadtpolizei und dem Werkhof Kontrollen durchgeführt, ob während den Anlässen Lärm, Störungen der Nachtruhe und der Nachbarn oder Verschmutzungen im Bereich der Fabrikstrasse vorkommen.

Strenge Auflagen

«Wir sind zum Schluss gekommen, dass der Betrieb, so wie er in den Testläufen ablief, möglich ist», sagt Werner Stebler. Bei den Kontrollen habe man festgestellt, dass Anlässe ohne unzumutbare Immissionen gegenüber der Nachbarschaft durchgeführt worden sind. Ausserdem sei anzumerken, dass sich das Eleven in der Gewerbe- und Industriezone der Lärmempfindlichkeitsstufe III befinde, wo mässig störende Betriebe zulässig sind.

Ohne strenge Bedingungen und Auflagen geht es aber auch im Eleven nicht. Eine festgelegte Anzahl von Sicherheitsleuten muss jeweils an den Anlässen präsent sein, allfälliger Müll im Gebiet des Gebäudes muss von einer Reinigungsfirma entfernt werden, und es ist verbindlich festzulegen, dass das Eleven Personen unter 20 Jahren keinen Zutritt zum Club gewährt. Weiter dürfen im Club- und Loungebetrieb pro Jahr maximal 70 Anlässe durchgeführt werden, an hohen Feiertagen und an deren Vorabenden bleibt das Eleven zu. Während den Parties sind alle Fenster und Türen zu schliessen, um die Musik im Inneren des Hauses zu behalten. Speziell: Der Dezibel-Regler im Hauptraum muss an ein Display angehängt sein, der den Schallpegel für das Publikum anzeigt. Dieses hängt bereits und: «Es funktioniert», so Markus Mörler. Zwar würden Besucher nie zum DJ gehen und ihn auffordern, die Musik leiser zu stellen, aber die Besucher schielten immer auf das Display, wenn es mehr als die vorgesehenen 97 Dezibel anzeigt, sagt Mörler. «Der DJ schraubt dann die Musik jeweils von sich aus einen Gang runter», erklärt der Clubbetreiber die Eigendynamik.

Mit Bewilligung gerechnet

Markus Mörler haben die Einsprachen wenig Kopfzerbrechen bereitet. Die Betreiber hätten immer mit den Behörden zusammen gearbeitet und wussten, worauf es ankommt. «Wir konnten an den Testanlässen im Oktober beweisen, dass unser Konzept funktioniert und haben dafür auch beste Noten erhalten», so Mörler. Gar als mustergültig im ganzen Kanton sei das Eleven bezeichnet worden.

Markus Mörler ist nach fünf Abenden Eleven höchst zufrieden mit dem Club und wie er ankommt. Alles sei reibungslos abgelaufen, die Besucher seien «happy» und der Club in aller Munde. Leute aus der ganzen Umgebung zählen zu den Gästen, und das ist ganz in Mörlers Sinn: «Ich will Parties für das ganze Mittelland machen», sagt er selbstbewusst. Dass die Alterslimite bei 20 Jahren ist, sei ganz und gar kein Hindernis. Der Betrieb bis Ende Jahr beinhaltet die zwei Konzepte «Hit-Rotation» für Leute ab 20 Jahren und die «Déjà-Vu»-Partys für über 25-Jährige. Leute über 30 würden es vorziehen, einen Club zu besuchen, wo sie unter sich sind und keinen «Kindergarten» antreffen.

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